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Firmen und GewerbeFuhrpark und Firmenwagen richtig versichern
Drei Transporter, zwei Pkw, ein Anhänger und ein Stapler: Sobald der Fuhrpark wächst, wird die Verwaltung von Einzelpolicen zur Nebenbeschäftigung. Eine Flottenlösung fasst alles zusammen und rechnet nach dem, was Ihr Betrieb tatsächlich an Schäden verursacht.
Eine Flottenpolice bündelt alle Fahrzeuge eines Betriebs in einem Vertrag mit einer Rechnung, einem Ansprechpartner und einem gemeinsamen Beitragssatz. Statt der Schadenfreiheitsklasse je Fahrzeug entscheidet der Schadenverlauf des gesamten Bestands über den Preis.
Welche Fahrzeugarten sich zusammenfassen lassen und wie die Umstellung abläuft, zeigen wir bei der Kfz-Versicherung für Firmen.
Ab wann sich die Flotte gegenüber Einzelverträgen lohnt
Die klassische Schwelle liegt bei den meisten Versicherern zwischen fünf und zehn Fahrzeugen. Unterhalb davon bleiben Einzelverträge oft günstiger, vor allem wenn ein Betrieb über Jahre hinweg schadenfrei gefahren ist und die Fahrzeuge in guten Schadenfreiheitsklassen stehen. Dieser mühsam erarbeitete Rabatt geht beim Wechsel in die Flotte nämlich nicht verloren, spielt dort aber keine Rolle mehr.
Interessant wird die Flotte aus drei Gründen. Erstens die Verwaltung: eine Police, eine Beitragsrechnung, ein Ansprechpartner statt neun Verträgen mit neun Hauptfälligkeiten. Zweitens die Kalkulation: Ein einzelner Totalschaden reißt in einer Flotte den Beitrag nicht so nach oben wie eine Rückstufung um sieben SF-Klassen bei einem Einzelvertrag. Drittens der Bestandsschutz: Neue Fahrzeuge laufen sofort zum Flottensatz, ohne dass ein junger Transporter in SF-Klasse 0 startet.
Wann Einzelverträge die bessere Wahl bleiben
- Kleiner Bestand mit langer schadenfreier Historie und günstigen Typklassen
- Sehr unterschiedliche Nutzung, etwa ein Repräsentationsfahrzeug neben zwei Baustellenfahrzeugen
- Betriebe, bei denen einzelne Fahrzeuge auf Privatpersonen zugelassen sind
Schadenverlauf statt Schadenfreiheitsklasse
In der Flotte wird nicht je Fahrzeug gerechnet, sondern je Bestand.
Was in die Flotte gehört und häufig vergessen wird
Ein Fuhrpark besteht selten nur aus Fahrzeugen mit Nummernschild. Gerade im Handwerk und in der Landwirtschaft steht auf dem Hof mehr, als in der Police auftaucht.
Anhänger lassen sich problemlos mitversichern und kosten in der Haftpflicht wenig, weil sie im Verbund mit dem Zugfahrzeug fahren. Wichtig ist die Kasko, denn ein gestohlener Baustellenanhänger mit Werkzeug ist ein realer Verlust. Selbstfahrende Arbeitsmaschinen bis 20 Kilometer pro Stunde sind von der Versicherungspflicht ausgenommen, das heißt aber nicht, dass kein Schaden entstehen kann. Ein Radlader, der beim Rangieren ein fremdes Fahrzeug beschädigt, verursacht denselben Schaden wie ein Lkw.
Stapler sind der Klassiker unter den Lücken. Auf dem Betriebsgelände greift in vielen Fällen noch die betriebliche Haftpflichtversicherung. Sobald der Stapler aber öffentlichen Verkehrsraum befährt, und das ist auch die Straße zwischen zwei Betriebshallen, braucht er eine eigene Kfz-Haftpflicht. Wir prüfen diesen Punkt bei Betrieben in Schwäbisch Hall und Umgebung standardmäßig mit, weil er in fast jedem zweiten Fuhrpark ungeklärt ist.
Zu- und Abgänge im laufenden Vertrag
Der praktische Vorteil der Flotte zeigt sich beim Fahrzeugwechsel. Sie melden das neue Fahrzeug mit einer kurzen Mitteilung an, es läuft ab Zulassung im Vertrag mit, die Abrechnung erfolgt anteilig zur nächsten Fälligkeit. Eine eVB-Nummer bekommen Sie in der Regel innerhalb weniger Minuten. Abgänge melden Sie mit der Abmeldebescheinigung, der Beitrag wird taggenau zurückgerechnet. Wichtig ist eine saubere Fahrzeugliste, die mindestens einmal jährlich abgeglichen wird. Verkaufte Fahrzeuge, die weiter in der Police stehen, kosten Beitrag ohne Gegenwert.
Fahrerkreis, Dienstwagen und Fahrerschutz
Die Fahrzeuge sind das eine, die Menschen dahinter das andere.
Was der Wechsel konkret bringt
Elektrobetrieb, sieben Fahrzeuge
Vier Transporter, zwei Pkw, ein Anhänger, verteilt auf sechs Einzelverträge mit vier Fälligkeitsterminen. Nach der Umstellung auf eine Flotte mit 1.000 Euro Selbstbeteiligung in der Vollkasko sinkt der Verwaltungsaufwand auf eine Jahresrechnung.
Ein Vertrag statt sechsSpeditionsnaher Handel
Nach zwei teuren Kaskoschäden in Folge steigt die Schadenquote über 90 Prozent. Statt einer Beitragserhöhung wird die Selbstbeteiligung angehoben und die Werkstattbindung vereinbart. Die Quote sinkt im Folgejahr wieder in den grünen Bereich.
Quote von 90 auf 48 ProzentMonteur mit Eigenverschulden
Ein Servicetechniker kommt auf nasser Fahrbahn von der Straße ab und bricht sich beide Handgelenke. Für ihn selbst zahlt die Kfz-Haftpflicht nichts. Der Fahrerschutz übernimmt Verdienstausfall und Schmerzensgeld.
48.000 Euro LeistungFragen zum Fuhrpark
Was passiert mit meinen guten Schadenfreiheitsklassen?
Können auch Fahrzeuge von Gesellschaftern in die Flotte?
Wie wirkt ein Totalschaden auf den Flottenbeitrag?
Brauchen wir Vollkasko für ältere Firmenfahrzeuge?
Wie läuft die Schadenmeldung in einer Flotte ab?
Schicken Sie uns Ihre Fahrzeugliste
Mit Kennzeichen, Erstzulassung und den Schäden der letzten drei Jahre rechnen wir Ihnen die Flottenlösung gegen Ihre bestehenden Einzelverträge. Sie sehen dann schwarz auf weiß, was sich lohnt.