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Tierkrankenversicherung für Pferd, Hund und Katze in Schwäbisch Hall
Eine Kolikoperation mit acht Tagen Klinik kostet rund 6.800 Euro, ein Kreuzbandriss beim Labrador rund 2.900 Euro. Wir zeigen, wo der Unterschied zwischen OP-Schutz und Vollversicherung wirklich liegt.
Was über die Erstattung entscheidet
Die Tierkrankenversicherung übernimmt die Kosten der tierärztlichen Behandlung von Pferd, Hund und Katze. Es gibt zwei Formen: Die OP-Versicherung zahlt nur bei Operationen samt Narkose, Klinikaufenthalt und Nachbehandlung, die Vollkrankenversicherung zusätzlich ambulante Behandlungen, Medikamente, Diagnostik und oft ein Vorsorgebudget. Abgerechnet wird nach der Gebührenordnung für Tierärzte, die seit dem 22. November 2022 in neuer Fassung gilt und den einfachen bis dreifachen Gebührensatz zulässt, im Notdienst mindestens den zweifachen und bis zum vierfachen. Entscheidend ist deshalb, bis zu welchem GOT-Satz Ihr Tarif erstattet. Sinnvoll ist die Police vor allem bei jungen Tieren, bei Pferden und bei Rassen mit bekannten Vorbelastungen.
6.800 Euro für eine Nacht, in der Sie nicht rechnen wollen
Eine Warmblutstute aus einem Stall bei Ilshofen zeigte abends deutliche Kolikanzeichen und wurde nachts in die Klinik gefahren. Die Operation dauerte mehrere Stunden, danach folgten acht Tage stationäre Intensivbetreuung mit Infusionen und Kontrollen. Auf der Rechnung standen rund 6.800 Euro. Weil der Eingriff im Notdienst stattfand, wurde nicht zum einfachen, sondern zum erhöhten Gebührensatz abgerechnet, dazu kam die Notdienstgebühr. Der Moment, in dem diese Entscheidung fällt, ist zwei Uhr nachts auf dem Hof, und es ist kein guter Moment, um über Geld nachzudenken.
Die Mechanik der Kosten steht in der Gebührenordnung für Tierärzte, kurz GOT, die seit dem 22. November 2022 in neuer Fassung gilt und die Sätze deutlich angehoben hat. Sie nennt für jede Leistung einen einfachen Satz, den der Tierarzt je nach Zeitaufwand, Schwierigkeit und örtlichen Verhältnissen bis zum dreifachen Satz erhöhen darf. Im Notdienst, also nachts, am Wochenende und an Feiertagen, ist mindestens der zweifache Satz vorgeschrieben, zulässig ist bis zum vierfachen, und dazu kommt eine Notdienstgebühr von 50 Euro netto. Aus einer Rechnung über 900 Euro werden so schnell 2.700 Euro. Genau deshalb ist die Frage, bis zu welchem GOT-Satz ein Tarif erstattet, wichtiger als der Erstattungsprozentsatz auf dem Deckblatt.
Für wen sich die Police rechnet, sagen wir ehrlich, auch wenn es gegen den Abschluss spricht. Wer diszipliniert monatlich zurücklegt, ein gesundes Tier ohne rassetypische Vorbelastung hat und im Ernstfall vier- bis fünftausend Euro aus der Rücklage nehmen könnte, fährt über die Jahre oft ähnlich gut. Eindeutig lohnt sie sich in drei Fällen: beim Pferd, weil eine einzelne Kolikoperation die Sparrate von Jahren übersteigt, beim jungen Tier, weil es ohne Vorerkrankungen und mit niedrigem Beitrag hineinkommt, und bei Rassen mit bekannten Problemen wie Hüftdysplasie, Patellaluxation oder Brachyzephalie. Bei einem zehnjährigen Mischling ohne Befund ist die Rechnung dagegen offen, und dann sagen wir das auch.
OP-Schutz oder Vollversicherung, das ist die eigentliche Frage
Die OP-Versicherung übernimmt Operationen einschließlich Voruntersuchung, Narkose, Operateur, Material, Klinikaufenthalt und Nachbehandlung innerhalb eines festgelegten Zeitraums, meist 30 bis 120 Tage nach dem Eingriff. Sie kostet einen Bruchteil der Vollversicherung und deckt genau das ab, was existenzielle Beträge auslöst: Kreuzbandriss, Fremdkörperoperation, Bandscheibenvorfall, Tumorentfernung, beim Pferd die Kolik. Kleinere Behandlungen zahlen Sie selbst, und eine ambulante Konsultation mit Medikamenten liegt meist im niedrigen dreistelligen Bereich. Für die meisten Halter ist das verkraftbar, und deshalb ist der OP-Schutz die Mindestausstattung und für viele auch die richtige.
Die Vollkrankenversicherung übernimmt zusätzlich ambulante Behandlungen, Medikamente, Röntgen, Ultraschall, Labor, CT und MRT sowie häufig ein jährliches Vorsorgebudget für Impfungen, Wurmkuren und Zahnprophylaxe. Der Beitrag liegt entsprechend deutlich höher. Sinnvoll ist sie bei jungen Tieren mit langer Lebenserwartung, bei Rassen mit bekannten Vorbelastungen und bei Haltern, die auch eine chronische Erkrankung wie Diabetes, Allergie oder Arthrose nicht laufend selbst tragen wollen, denn dort summieren sich Monat für Monat kleine Beträge. Wichtig sind bei beiden Varianten drei Zahlen: der Erstattungssatz in Prozent, der maximale GOT-Satz und die Jahreshöchstgrenze. Ein Limit von 2.000 Euro klingt nach viel und reicht bei einer Kolikoperation nicht einmal für ein Drittel.
Der GOT-Satz entscheidet über die Hälfte
Ein Tarif, der nur den einfachen Satz erstattet, deckt eine Notdienstrechnung zu einem Viertel bis zur Hälfte. Im Notdienst ist mindestens der zweifache Satz vorgeschrieben, zulässig ist bis zum vierfachen. Achten Sie darauf, dass mindestens bis zum dreifachen Satz erstattet wird, sonst bleibt der größere Teil bei Ihnen.
Wartezeit vor der Diagnose
Üblich sind rund 30 Tage, bei Kreuzbandriss, Hüftdysplasie, Patellaluxation und Zahnbehandlungen häufig drei bis zwölf Monate. Bei Unfällen entfällt die Wartezeit meist vollständig. Wer erst nach dem Tierarztbesuch abschließt, kommt zu spät, denn der Befund ist dann eine Vorerkrankung.
Vorerkrankungen bleiben draußen
Was bei Antragstellung bereits bestand oder diagnostiziert war, ist in der Regel dauerhaft ausgeschlossen, manche Versicherer nehmen es nach beschwerdefreier Zeit wieder auf. Geben Sie bekannte Befunde vollständig an. Ein verschwiegener Eintrag im Impfpass gefährdet nicht nur diesen Fall, sondern den ganzen Vertrag.
Rassetypische Erkrankungen prüfen
Hüftdysplasie bei Schäferhund und Retriever, Patellaluxation bei kleinen Rassen, Atemwegsprobleme bei brachyzephalen Rassen wie Mops und Französischer Bulldogge. Manche Tarife schließen genau diese Erkrankungen aus oder belegen sie mit zwölf Monaten Wartezeit. Das ist der wichtigste Prüfpunkt vor dem Abschluss.
Höchsteintrittsalter läuft ab
Viele Versicherer nehmen Hunde und Katzen nur bis etwa fünf bis acht Jahre auf, Pferde häufig bis rund zehn Jahre. Danach ist der Abschluss nicht mehr oder nur mit deutlichen Aufschlägen möglich. Ein bestehender Vertrag läuft dagegen in der Regel lebenslang weiter, auch wenn das Tier älter und teurer wird.
Selbstbeteiligung und Jahreslimit
Eine feste Selbstbeteiligung von 100 oder 250 Euro oder ein prozentualer Eigenanteil von 20 Prozent senkt den Beitrag deutlich. Entscheidend ist die Jahreshöchstgrenze: Ein Limit, das unter den Kosten einer einzigen großen Operation liegt, verfehlt den Zweck der Police. Beim Pferd sollte es klar über 5.000 Euro liegen.
Was abgesichert ist
Die Leistungen unterscheiden sich zwischen OP-Schutz und Vollversicherung erheblich, und innerhalb der Vollversicherung noch einmal zwischen den Tarifen. Wir gehen die Positionen einzeln durch und ordnen sie den Erkrankungen zu, die bei Ihrer Tierart und Rasse tatsächlich häufig sind. Ein Tarif, der Physiotherapie ausschließt, ist für einen Hund nach einer Kreuzbandoperation der falsche, weil die Nachsorge dort über den Erfolg entscheidet.
Das ist abgesichert
- Operationen einschließlich Voruntersuchung, Narkose, Operateur, Material und stationärem Aufenthalt
- Nachbehandlung nach einem Eingriff innerhalb eines vereinbarten Zeitraums, meist 30 bis 120 Tage
- Erstattung bis zum zwei-, drei- oder vierfachen GOT-Satz, entscheidend bei Notdienst und Klinikbehandlung
- Die Notdienstgebühr von 50 Euro netto, sofern der Tarif sie ausdrücklich einschließt
- Bei der Vollversicherung zusätzlich ambulante Behandlungen, Medikamente, Röntgen, Ultraschall und Labor
- Bildgebende Diagnostik mit CT und MRT, etwa bei Verdacht auf Bandscheibenvorfall, Tumor oder Fremdkörper
- Zahnbehandlung und Zahnsanierung je nach Tarif, meist mit eigener Wartezeit und eigenem Jahreslimit
- Physiotherapie, Unterwasserlaufband und Rehabilitation, besonders nach Gelenk- und Wirbelsäulenoperationen
- Alternative Heilverfahren wie Akupunktur und Osteopathie im Rahmen eines gedeckelten Jahresbudgets
- Kastration und Sterilisation aus medizinischer Indikation, prophylaktisch nur aus dem Vorsorgebudget
- Vorsorge mit Impfungen, Wurmkuren, Zeckenprophylaxe und Zahnreinigung, ausschließlich in Vollversicherungstarifen
- Beim Hund und bei der Katze Kreuzbandriss, Fremdkörperoperation, Tumorentfernung und Bandscheibenvorfall
- Beim Pferd Kolikoperation, Sehnenschaden, Fesselträgerbehandlung, Klinikaufenthalt und Intensivbetreuung
- Unfallbedingte Behandlungen in der Regel ohne Wartezeit, also ab dem ersten Tag des Vertrags
Das ist nicht abgesichert
- Erkrankungen, die bei Antragstellung bereits bestanden oder diagnostiziert waren, einschließlich ihrer Folgen
- Behandlungen innerhalb der Wartezeit, außer bei Unfällen, für die meist keine Wartezeit gilt
- Rein kosmetische Eingriffe sowie Kupieren, Kürzen und vergleichbare nicht medizinisch begründete Maßnahmen
- Erbliche und rassetypische Erkrankungen wie Hüftdysplasie, Patellaluxation und Brachyzephalie, sofern der Tarif sie ausschließt
- Prophylaktische Kastration, Impfungen und Wurmkuren, wenn kein Vorsorgebudget vereinbart ist
- Trächtigkeit, Geburt und Kaiserschnitt in vielen Tarifen, bei Zuchttieren ist das gesondert zu vereinbaren
- Folgen von Doping, Tierquälerei, grober Vernachlässigung oder vorsätzlicher Schädigung
- Kosten oberhalb der vereinbarten Jahreshöchstgrenze und oberhalb des maximal erstatteten GOT-Satzes
- Der Wert des Tieres selbst bei Tod oder Einschläferung, dafür gibt es beim Pferd eine eigene Lebensversicherung
- Schäden, die Ihr Tier anderen zufügt, denn dafür ist die Tierhalterhaftpflicht zuständig
Was kostet eine Tierkrankenversicherung?
Einen Einheitspreis gibt es nicht, weil der Beitrag aus Tierart, Rasse, Alter und Deckungsumfang entsteht. Beim Hund ist die Rasse der größte Einzelfaktor: Große Rassen mit bekannten Gelenkproblemen und brachyzephale Rassen mit Atemwegsrisiko werden deutlich höher eingestuft als ein mittelgroßer Mischling. Katzen sind grundsätzlich günstiger als Hunde, Freigänger teurer als Wohnungskatzen. Beim Pferd zählen Alter, Nutzung und ob es sich um ein Freizeit-, Sport- oder Zuchtpferd handelt. Über allem steht die Entscheidung zwischen OP-Schutz und Vollversicherung, denn dazwischen liegt regelmäßig ein Faktor von zwei bis drei.
Nach unten wirken vier Hebel. Eine feste Selbstbeteiligung von 100 oder 250 Euro je Fall oder ein prozentualer Eigenanteil von 20 Prozent senkt den Beitrag spürbar. Ein früher Abschluss beim Welpen oder Fohlen sichert die günstige Alterseinstufung, denn der Beitrag steigt mit dem Alter des Tieres. Jährliche Zahlweise spart den Ratenzuschlag, und wer mehrere Tiere im Haushalt versichert, bekommt oft einen Nachlass. Nach oben treiben den Beitrag ein hoher maximaler GOT-Satz, ein hohes Jahreslimit, der Verzicht auf Selbstbeteiligung, ein Vorsorgebudget, der Einschluss rassetypischer Erkrankungen und die Erstattung von Physiotherapie und alternativen Verfahren. Sparen Sie im Zweifel an der Selbstbeteiligung, nicht am GOT-Satz und nicht am Jahreslimit, denn diese beiden entscheiden im großen Fall über die Hälfte der Rechnung.
Tierart und Rasse
Katzen liegen unter Hunden, Wohnungskatzen unter Freigängern. Beim Hund ist die Rasse ausschlaggebend: Große Rassen mit Gelenkrisiko und brachyzephale Rassen mit Atemwegsproblemen werden deutlich teurer eingestuft. Beim Pferd zählt zusätzlich die Nutzung, denn ein Turnierpferd hat ein anderes Verletzungsrisiko als ein Freizeitpferd.
Alter bei Vertragsbeginn
Der Beitrag steigt mit dem Alter, und ab einem Höchsteintrittsalter von etwa fünf bis acht Jahren bei Hund und Katze sowie rund zehn Jahren beim Pferd ist gar kein Abschluss mehr möglich. Wer früh abschließt, sichert sich die günstige Einstufung und hat die Wartezeiten längst hinter sich, wenn es darauf ankommt.
OP-Schutz oder Vollversicherung
Zwischen beiden liegt regelmäßig ein Faktor von zwei bis drei im Beitrag. Der OP-Schutz deckt die existenziellen Beträge ab, die Vollversicherung zusätzlich ambulante Behandlung, Diagnostik, Medikamente und Vorsorge. Wer die laufenden Kleinbeträge selbst tragen kann, spart hier am meisten, ohne den Kern der Absicherung anzutasten.
Erstattungssatz und maximaler GOT-Satz
80 Prozent Erstattung bis zum zweifachen Satz klingt ordentlich und deckt eine Notdienstrechnung trotzdem nur teilweise. 100 Prozent bis zum dreifachen oder vierfachen Satz kosten mehr, sind aber die Zahl, an der sich im Ernstfall alles entscheidet. Hier zu sparen ist der teuerste Fehler im ganzen Vertrag.
Jahreshöchstgrenze und Selbstbeteiligung
Ein Jahreslimit muss mindestens eine große Operation tragen, beim Pferd also deutlich über 5.000 Euro liegen. Unbegrenzte Tarife kosten spürbar mehr. Eine Selbstbeteiligung von 100 oder 250 Euro je Fall oder 20 Prozent Eigenanteil senkt den Beitrag dagegen wirksam, ohne die großen Fälle zu gefährden.
Zusatzbausteine und Vorerkrankungen
Vorsorgebudget, Zahnbehandlung, Physiotherapie, alternative Verfahren und der ausdrückliche Einschluss rassetypischer Erkrankungen kosten jeweils Aufschlag. Bestehende Vorerkrankungen führen zu Ausschlüssen oder Risikozuschlägen. Jährliche Zahlweise und die Versicherung mehrerer Tiere im Haushalt bringen dagegen Nachlass.
Vom OP-Schutz bis zur Vollversicherung
Wir stellen die Varianten für Ihre Tierart nebeneinander und rechnen den Beitragsunterschied gegen die Kosten der Eingriffe, die bei dieser Rasse und diesem Alter realistisch sind.
OP-Schutz
Für Halter gesunder Tiere ohne rassetypische Vorbelastung, die nur die großen Beträge absichern wollen
- Operationen mit Voruntersuchung, Narkose, Klinik und Material
- Nachbehandlung innerhalb eines vereinbarten Zeitraums von 30 bis 120 Tagen
- Erstattung bis zum dreifachen GOT-Satz wählbar
- Unfallbedingte Eingriffe in der Regel ohne Wartezeit
- Deutlich niedrigerer Beitrag als die Vollversicherung
- Ambulante Behandlungen und Medikamente tragen Sie selbst
Vollversicherung
Für Welpen, Kitten und Rassen mit bekannten Risiken, unsere häufigste Empfehlung
- Alle Leistungen des OP-Schutzes
- Ambulante Behandlungen, Medikamente und Labordiagnostik
- Bildgebung mit Röntgen, Ultraschall, CT und MRT
- Vorsorgebudget für Impfungen, Wurmkur, Zeckenprophylaxe und Zahnreinigung
- Zahnbehandlung im Rahmen des vereinbarten Limits und der eigenen Wartezeit
- Physiotherapie und Rehabilitation nach Gelenk- und Wirbelsäulenoperationen
- Wählbare Selbstbeteiligung von 100 oder 250 Euro zur Beitragssteuerung
Pferd
Für Freizeit-, Sport- und Zuchtpferde in Pensionsställen und auf eigenen Höfen
- Kolikoperation mit Klinikaufenthalt und Intensivbetreuung
- Sehnenschaden und Fesselträgerbehandlung einschließlich Nachsorge
- Chirurgie nach Verletzungen auf Koppel, Reitanlage und Turnier
- Erstattung bis zum dreifachen GOT-Satz für Klinik- und Notdiensteinsätze
- Jahreshöchstgrenze deutlich oberhalb der Kosten einer Kolikoperation
- Physiotherapie und Rehabilitation im Rahmen des Budgets
- Ergänzbar durch Pferdehaftpflicht und Pferdelebensversicherung
Die Darstellung ist eine Orientierung. Welche Bausteine sinnvoll sind, klären wir im Gespräch anhand Ihrer Situation. Maßgeblich sind die jeweiligen Versicherungsbedingungen.
Abgrenzung zu anderen Policen
Damit Sie nicht doppelt zahlen und nicht an der falschen Stelle eine Lücke haben.
Für wen sich der Schutz besonders lohnt
Ob sich eine Tierkrankenversicherung rechnet, hängt von Tierart, Rasse, Alter und Ihrer eigenen Rücklage ab. Bei diesen sechs Gruppen ist die Antwort meist eindeutig.
Pferdehalter in der Hohenloher Ebene
Rund um Ilshofen, Wolpertshausen, Vellberg, Kirchberg an der Jagst und Blaufelden gibt es zahlreiche Reitanlagen, Pensionsställe und Privatställe. Koliken kommen in jedem Stall vor, und eine Operation mit Klinikaufenthalt liegt bei rund 6.800 Euro. Der OP-Schutz mit ausreichend hohem Jahreslimit ist hier die Mindestausstattung, nicht die Komfortlösung.
Halter von Welpen, Kitten und Fohlen
Der beste Zeitpunkt für den Abschluss ist, bevor das Tier den ersten Befund hat. Junge Tiere kommen ohne Vorerkrankungen in den Vertrag, der Beitrag ist niedrig und bleibt in der günstigen Alterseinstufung, und die Wartezeiten von 30 Tagen bis zwölf Monaten sind längst abgelaufen, wenn es darauf ankommt.
Familien mit Hund
Ein Kreuzbandriss beim Toben oder ein verschluckter Ball landet ohne Vorwarnung auf dem Operationstisch, beim Labrador aus Crailsheim waren das rund 2.900 Euro einschließlich Physiotherapie. Für Familien mit festem Budget ist die planbare Monatsrate die ruhigere Lösung als eine Rechnung, die am Tag der Diagnose fällig wird.
Halter brachyzephaler Rassen
Mops, Französische Bulldogge und ähnliche Rassen bringen häufig Atemwegsprobleme mit, die operativ am weichen Gaumen und an den Nasenlöchern behandelt werden. Hier prüfen wir besonders genau, ob der Tarif Brachyzephalie einschließt, ausdrücklich ausnimmt oder mit zwölf Monaten Wartezeit belegt, denn das entscheidet über den gesamten Nutzen.
Sport- und Zuchtpferdebesitzer
Sehnenschäden und Fesselträgerverletzungen bedeuten monatelange Behandlung mit Ultraschalldiagnostik, Therapie, kontrolliertem Aufbautraining und Nachsorge. Wer sein Pferd im Turniersport oder in der Zucht einsetzt, sollte OP-Schutz, Pferdehaftpflicht mit Einschluss von Fremdreitern und gegebenenfalls eine Lebensversicherung zusammen betrachten.
Halter älterer Tiere mit chronischer Erkrankung
Diabetes, Allergie, Arthrose und Nierenerkrankungen verursachen keine Spitzen, sondern eine dauerhafte monatliche Belastung aus Medikamenten und Kontrollen. Diese Fälle deckt nur die Vollversicherung ab, und nur, wenn sie vor der Diagnose bestand. Nach dem ersten Befund ist der Zug abgefahren, deshalb reden wir mit älteren Tieren oft über die Rücklage statt über einen Vertrag.
Aus der Praxis
Drei Fälle aus der Region, anonymisiert und in den Beträgen gerundet. Der erste ist der teuerste.
Kolikoperation bei einem Warmblut aus Ilshofen
Eine Stute zeigte abends deutliche Kolikanzeichen und wurde nachts in die Klinik gefahren. Die Operation dauerte mehrere Stunden, danach folgten acht Tage stationäre Intensivbetreuung mit Infusionen und Kontrolluntersuchungen. Weil der Eingriff im Notdienst stattfand, wurde zum erhöhten GOT-Satz abgerechnet, dazu kam die Notdienstgebühr. Der Tarif erstattete bis zum dreifachen Satz und hatte ein ausreichendes Jahreslimit. Bei einer Deckelung auf den zweifachen Satz wäre ein vierstelliger Betrag bei der Halterin geblieben.
circa 6.800 EuroKreuzbandriss bei einem Labrador aus Crailsheim
Beim Toben auf der Wiese knickte der Hund weg und belastete das Hinterbein nicht mehr. Diagnostiziert wurde ein Riss des vorderen Kreuzbands, versorgt mit einer stabilisierenden Operation am Kniegelenk. Zur Operation kamen Röntgen, Narkose, Medikamente und acht Wochen Physiotherapie, die aus dem Reha-Budget erstattet wurden. Weil der Vertrag drei Jahre alt war, spielte die zwölfmonatige Wartezeit für Kreuzbanderkrankungen keine Rolle mehr.
circa 2.900 EuroFremdkörper im Darm einer Katze aus Gaildorf
Eine junge Katze hatte ein Stück Geschenkband verschluckt, das sich im Dünndarm festsetzte. Nach Ultraschall und Röntgen folgte eine Notoperation mit Darmresektion und drei Tagen stationärer Überwachung. Die Vollversicherung übernahm Diagnostik, Eingriff und Nachbehandlung abzüglich der vereinbarten Selbstbeteiligung von 250 Euro. Ein reiner OP-Schutz hätte die vorangegangene Diagnostik nicht getragen.
circa 1.850 EuroDie fünf Fehler, die uns am häufigsten begegnen
Was uns immer wieder begegnet, und was es kostet, wenn niemand hinschaut.
Tarif nur bis zum einfachen GOT-Satz
Beim Preisvergleich sieht ein Tarif mit 100 Prozent Erstattung gut aus, bis man liest, dass diese 100 Prozent nur bis zum einfachen Gebührensatz gelten. Im Notdienst ist mindestens der zweifache Satz vorgeschrieben, zulässig bis zum vierfachen. Aus 6.800 Euro Rechnung werden dann rund 2.300 Euro Erstattung. Prüfen Sie immer zuerst den maximalen GOT-Satz und erst danach den Prozentsatz.
Abgeschlossen, als der Befund schon da war
Der Tierarzt erwähnt beim Routinetermin ein leichtes Hüftgelenksproblem, und drei Wochen später wird die Versicherung beantragt. Damit ist die Hüftdysplasie eine Vorerkrankung und dauerhaft ausgeschlossen, unabhängig davon, wann operiert wird. Dazu kommen Wartezeiten von drei bis zwölf Monaten für genau diese Erkrankungen. Der Vertrag gehört zum Welpen, nicht zur Diagnose.
Jahreslimit zu niedrig gewählt
Ein Jahreshöchstbetrag von 2.000 Euro senkt den Beitrag und wirkt großzügig, bis eine Kolikoperation über 6.800 Euro kommt oder ein Bandscheibenvorfall mit MRT und Operation. Dann ist das Limit nach einem Drittel der Rechnung erschöpft, und Nachbehandlung sowie Physiotherapie fallen ganz heraus. Sparen Sie stattdessen über eine Selbstbeteiligung, die trifft nur die kleinen Fälle.
Rassetypische Ausschlüsse übersehen
Wer einen Mops, eine Französische Bulldogge, einen Schäferhund oder einen kleinen Rassehund hält, muss vor dem Abschluss klären, wie der Tarif mit Brachyzephalie, Hüftdysplasie und Patellaluxation umgeht. Manche schließen sie aus, manche belegen sie mit zwölf Monaten Wartezeit, manche versichern sie normal. Wird das übersehen, versichert man genau die Erkrankung nicht, wegen der man abgeschlossen hat.
Rechnung ohne Prüfung eingereicht
Tierarztrechnungen sind nach GOT-Positionen aufgebaut, und der angewandte Steigerungssatz muss begründet sein. Wird der dreifache Satz außerhalb des Notdienstes ohne erkennbaren Grund angesetzt, kürzt der Versicherer. Ebenso fallen Positionen heraus, die nicht zum versicherten Eingriff gehören, etwa Futter oder Prophylaxe. Wir gehen die Rechnung mit Ihnen durch, bevor sie eingereicht wird, und klären Rückfragen direkt.
So gehen wir vor
Tier und Historie aufnehmen
Art, Rasse, Alter, Nutzung, bisherige Behandlungen und alle bekannten Befunde aus dem Impfpass. Daraus ergibt sich, welcher Tarif überhaupt in Frage kommt und wo Ausschlüsse oder Risikozuschläge drohen. Das dauert etwa zwanzig Minuten.
OP-Schutz und Vollversicherung gegenüberstellen
Sie sehen beide Varianten mit Erstattungssatz, maximalem GOT-Satz, Jahreslimit, Selbstbeteiligung und Wartezeiten nebeneinander und erkennen genau, wofür Sie den Mehrbeitrag zahlen. Dazu stellen wir die Rechnung mit einer eigenen Rücklage daneben.
Wartezeiten und Ausschlüsse klären
Wir sagen Ihnen vor der Unterschrift, ab wann welcher Schutz greift, welche Erkrankungen ausgenommen sind und wie der Tarif mit den typischen Problemen Ihrer Rasse umgeht. Diese Punkte halten wir schriftlich fest.
Abrechnung begleiten
Sie reichen die Tierarztrechnung bei uns ein, wir prüfen die GOT-Positionen und den angesetzten Steigerungssatz und klären Rückfragen des Versicherers direkt. Sie erreichen uns unter 0791 94093050.
Tierhaltung im Landkreis Schwäbisch Hall
Wir betreuen Tierhalter in Schwäbisch Hall, Crailsheim, Gaildorf, Ilshofen, Vellberg, Kirchberg an der Jagst, Langenburg, Gerabronn, Schrozberg, Blaufelden, Rot am See, Satteldorf, Wallhausen, Frankenhardt, Wolpertshausen, Untermünkheim, Braunsbach, Michelbach an der Bilz, Michelfeld, Rosengarten, Mainhardt, Obersontheim, Bühlertann und Bühlerzell. Die Hohenloher Ebene ist eine Pferderegion. Zwischen Kirchberg an der Jagst, Blaufelden, Gerabronn und Ilshofen gibt es Reitanlagen, Pensionsställe, Zuchtbetriebe und viele Höfe, auf denen Pferde privat gehalten werden, oft zwei oder drei nebeneinander. Dazu kommt eine hohe Dichte an Hunde- und Katzenhaltung in den Städten und Gemeinden des Landkreises.
Tierärztlich ist die Region gut versorgt. In Schwäbisch Hall, Crailsheim und Gaildorf gibt es Praxen für Klein- und Großtiere, für aufwendige Eingriffe wie Kolikoperationen, Bandscheibenchirurgie oder CT-Diagnostik wird in eine Klinik im weiteren Umkreis überwiesen, etwa Richtung Heilbronn, Stuttgart, Aalen oder Würzburg. Genau bei diesen Klinikfällen entstehen die Rechnungen, die eine Versicherung rechtfertigen: Notdienst zum erhöhten GOT-Satz, mehrtägiger stationärer Aufenthalt, Bildgebung und wochenlange Nachsorge. Wer sein Pferd zusätzlich auf Turnieren oder auf fremden Anlagen bewegt, sollte neben der Krankenversicherung an die Pferdehaftpflicht denken, denn dafür kommt die Tierkrankenversicherung ausdrücklich nicht auf. Dario Caeiro geht die Tarife mit Ihnen durch. Sie erreichen uns unter 0791 94093050 oder per E-Mail an caeiro.hartmann@allianz.de.
Was uns am häufigsten gefragt wird
Was kostet eine Tierkrankenversicherung?
Ist eine Tierkrankenversicherung Pflicht?
Was ist der Unterschied zwischen OP-Versicherung und Vollversicherung?
Was bedeutet der GOT-Satz für meine Erstattung?
Wie lang sind die Wartezeiten?
Was passiert mit Vorerkrankungen?
Sind rassetypische Erkrankungen mitversichert?
Bis zu welchem Alter kann ich mein Tier versichern?
Sind Kastration, Impfungen und Zahnbehandlung enthalten?
Werden Physiotherapie und Alternativmedizin erstattet?
Was kostet eine Kolikoperation beim Pferd?
Wie grenzt sich das von der Pferdehaftpflicht ab?
Was passiert im Behandlungsfall und wie rechne ich ab?
Brauche ich das wirklich, wenn ich schon Geld zurücklege?
Wie kündige oder wechsle ich meine Tierkrankenversicherung?
Das wird oft gemeinsam abgeschlossen
Private Haftpflichtversicherung
Die wichtigste Police überhaupt, mit hoher Deckungssumme und Ausfalldeckung.
Mehr erfahrenPrivate Sachversicherung
Hausrat, Wohngebäude und Elementarschäden für Ihr Zuhause.
Mehr erfahrenPrivate Unfallversicherung
Invaliditätsschutz rund um die Uhr, auf Wunsch mit Beitragsrückgewähr.
Mehr erfahrenPrivate Rechtsschutzversicherung
Arbeit, Wohnen, Verkehr und Vertrag, ohne dass Anwaltskosten die Entscheidung treffen.
Mehr erfahrenPrivate Krankenversicherung
Leistung vertraglich zugesichert, Beitrag kalkulierbar, Versorgung auf Wunschniveau.
Mehr erfahrenWir schauen uns Ihr Tier und Ihren Bedarf gemeinsam an
Ein Termin dauert etwa eine Stunde, kostet nichts und verpflichtet zu nichts. Danach haben Sie eine schriftliche Übersicht mit OP-Schutz und Vollversicherung nebeneinander, mit maximalem GOT-Satz, Jahreslimit, Wartezeiten und den Ausschlüssen für Ihre Rasse. Kommen Sie in die Weilerwiese 3 in Schwäbisch Hall oder in die Beethovenstraße 48 in Crailsheim, oder rufen Sie unter 0791 94093050 an. Am besten, bevor der erste Befund im Impfpass steht.
Auf dem Weg, der Ihnen am besten passt
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Behandlungskosten beim Tierarzt und die Haftung, wenn Ihr Tier einen Schaden anrichtet.
Tierkrankenversicherung für Hund und Katze
Was Operationen und Behandlungen kosten und wie der Gebührensatz die Rechnung beeinflusst.
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Warum ein durchgegangenes Pferd Schäden verursacht, die schnell sechsstellig werden.
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Als Halter haften Sie auch ohne eigenes Verschulden, in einigen Bundesländern ist die Police Pflicht.
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