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Tierkrankenversicherung

Tierkrankenversicherung für Pferd, Hund und Katze in Schwäbisch Hall

Eine Kolikoperation mit acht Tagen Klinik kostet rund 6.800 Euro, ein Kreuzbandriss beim Labrador rund 2.900 Euro. Wir zeigen, wo der Unterschied zwischen OP-Schutz und Vollversicherung wirklich liegt.

OP-Schutz oder VollversicherungErstattung bis zum dreifachen GOT-SatzBeratung vor der Wartezeit

Was über die Erstattung entscheidet

GOT-SatzIm Notdienst rechnen Kliniken mindestens zweifach und bis zum vierfachen Satz ab. Der Vertrag muss diesen Satz abdecken, sonst zahlen Sie den Rest.
WartezeitÜblich sind rund 30 Tage, bei Kreuzband, Hüftdysplasie und Zähnen häufig drei bis zwölf Monate. Vor der Diagnose abschließen, nicht danach.
JahreshöchstgrenzeErstattungssatz und Jahreslimit bestimmen, was ankommt. Ein Limit unter 5.000 Euro reicht bei einer Kolikoperation nicht aus.
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2 StandorteSchwäbisch Hall und Crailsheim
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Kurz gefasst

Die Tierkrankenversicherung übernimmt die Kosten der tierärztlichen Behandlung von Pferd, Hund und Katze. Es gibt zwei Formen: Die OP-Versicherung zahlt nur bei Operationen samt Narkose, Klinikaufenthalt und Nachbehandlung, die Vollkrankenversicherung zusätzlich ambulante Behandlungen, Medikamente, Diagnostik und oft ein Vorsorgebudget. Abgerechnet wird nach der Gebührenordnung für Tierärzte, die seit dem 22. November 2022 in neuer Fassung gilt und den einfachen bis dreifachen Gebührensatz zulässt, im Notdienst mindestens den zweifachen und bis zum vierfachen. Entscheidend ist deshalb, bis zu welchem GOT-Satz Ihr Tarif erstattet. Sinnvoll ist die Police vor allem bei jungen Tieren, bei Pferden und bei Rassen mit bekannten Vorbelastungen.

Überblick

6.800 Euro für eine Nacht, in der Sie nicht rechnen wollen

Eine Warmblutstute aus einem Stall bei Ilshofen zeigte abends deutliche Kolikanzeichen und wurde nachts in die Klinik gefahren. Die Operation dauerte mehrere Stunden, danach folgten acht Tage stationäre Intensivbetreuung mit Infusionen und Kontrollen. Auf der Rechnung standen rund 6.800 Euro. Weil der Eingriff im Notdienst stattfand, wurde nicht zum einfachen, sondern zum erhöhten Gebührensatz abgerechnet, dazu kam die Notdienstgebühr. Der Moment, in dem diese Entscheidung fällt, ist zwei Uhr nachts auf dem Hof, und es ist kein guter Moment, um über Geld nachzudenken.

Die Mechanik der Kosten steht in der Gebührenordnung für Tierärzte, kurz GOT, die seit dem 22. November 2022 in neuer Fassung gilt und die Sätze deutlich angehoben hat. Sie nennt für jede Leistung einen einfachen Satz, den der Tierarzt je nach Zeitaufwand, Schwierigkeit und örtlichen Verhältnissen bis zum dreifachen Satz erhöhen darf. Im Notdienst, also nachts, am Wochenende und an Feiertagen, ist mindestens der zweifache Satz vorgeschrieben, zulässig ist bis zum vierfachen, und dazu kommt eine Notdienstgebühr von 50 Euro netto. Aus einer Rechnung über 900 Euro werden so schnell 2.700 Euro. Genau deshalb ist die Frage, bis zu welchem GOT-Satz ein Tarif erstattet, wichtiger als der Erstattungsprozentsatz auf dem Deckblatt.

Für wen sich die Police rechnet, sagen wir ehrlich, auch wenn es gegen den Abschluss spricht. Wer diszipliniert monatlich zurücklegt, ein gesundes Tier ohne rassetypische Vorbelastung hat und im Ernstfall vier- bis fünftausend Euro aus der Rücklage nehmen könnte, fährt über die Jahre oft ähnlich gut. Eindeutig lohnt sie sich in drei Fällen: beim Pferd, weil eine einzelne Kolikoperation die Sparrate von Jahren übersteigt, beim jungen Tier, weil es ohne Vorerkrankungen und mit niedrigem Beitrag hineinkommt, und bei Rassen mit bekannten Problemen wie Hüftdysplasie, Patellaluxation oder Brachyzephalie. Bei einem zehnjährigen Mischling ohne Befund ist die Rechnung dagegen offen, und dann sagen wir das auch.

Warum

OP-Schutz oder Vollversicherung, das ist die eigentliche Frage

Die OP-Versicherung übernimmt Operationen einschließlich Voruntersuchung, Narkose, Operateur, Material, Klinikaufenthalt und Nachbehandlung innerhalb eines festgelegten Zeitraums, meist 30 bis 120 Tage nach dem Eingriff. Sie kostet einen Bruchteil der Vollversicherung und deckt genau das ab, was existenzielle Beträge auslöst: Kreuzbandriss, Fremdkörperoperation, Bandscheibenvorfall, Tumorentfernung, beim Pferd die Kolik. Kleinere Behandlungen zahlen Sie selbst, und eine ambulante Konsultation mit Medikamenten liegt meist im niedrigen dreistelligen Bereich. Für die meisten Halter ist das verkraftbar, und deshalb ist der OP-Schutz die Mindestausstattung und für viele auch die richtige.

Die Vollkrankenversicherung übernimmt zusätzlich ambulante Behandlungen, Medikamente, Röntgen, Ultraschall, Labor, CT und MRT sowie häufig ein jährliches Vorsorgebudget für Impfungen, Wurmkuren und Zahnprophylaxe. Der Beitrag liegt entsprechend deutlich höher. Sinnvoll ist sie bei jungen Tieren mit langer Lebenserwartung, bei Rassen mit bekannten Vorbelastungen und bei Haltern, die auch eine chronische Erkrankung wie Diabetes, Allergie oder Arthrose nicht laufend selbst tragen wollen, denn dort summieren sich Monat für Monat kleine Beträge. Wichtig sind bei beiden Varianten drei Zahlen: der Erstattungssatz in Prozent, der maximale GOT-Satz und die Jahreshöchstgrenze. Ein Limit von 2.000 Euro klingt nach viel und reicht bei einer Kolikoperation nicht einmal für ein Drittel.

Der GOT-Satz entscheidet über die Hälfte

Ein Tarif, der nur den einfachen Satz erstattet, deckt eine Notdienstrechnung zu einem Viertel bis zur Hälfte. Im Notdienst ist mindestens der zweifache Satz vorgeschrieben, zulässig ist bis zum vierfachen. Achten Sie darauf, dass mindestens bis zum dreifachen Satz erstattet wird, sonst bleibt der größere Teil bei Ihnen.

Wartezeit vor der Diagnose

Üblich sind rund 30 Tage, bei Kreuzbandriss, Hüftdysplasie, Patellaluxation und Zahnbehandlungen häufig drei bis zwölf Monate. Bei Unfällen entfällt die Wartezeit meist vollständig. Wer erst nach dem Tierarztbesuch abschließt, kommt zu spät, denn der Befund ist dann eine Vorerkrankung.

Vorerkrankungen bleiben draußen

Was bei Antragstellung bereits bestand oder diagnostiziert war, ist in der Regel dauerhaft ausgeschlossen, manche Versicherer nehmen es nach beschwerdefreier Zeit wieder auf. Geben Sie bekannte Befunde vollständig an. Ein verschwiegener Eintrag im Impfpass gefährdet nicht nur diesen Fall, sondern den ganzen Vertrag.

Rassetypische Erkrankungen prüfen

Hüftdysplasie bei Schäferhund und Retriever, Patellaluxation bei kleinen Rassen, Atemwegsprobleme bei brachyzephalen Rassen wie Mops und Französischer Bulldogge. Manche Tarife schließen genau diese Erkrankungen aus oder belegen sie mit zwölf Monaten Wartezeit. Das ist der wichtigste Prüfpunkt vor dem Abschluss.

Höchsteintrittsalter läuft ab

Viele Versicherer nehmen Hunde und Katzen nur bis etwa fünf bis acht Jahre auf, Pferde häufig bis rund zehn Jahre. Danach ist der Abschluss nicht mehr oder nur mit deutlichen Aufschlägen möglich. Ein bestehender Vertrag läuft dagegen in der Regel lebenslang weiter, auch wenn das Tier älter und teurer wird.

Selbstbeteiligung und Jahreslimit

Eine feste Selbstbeteiligung von 100 oder 250 Euro oder ein prozentualer Eigenanteil von 20 Prozent senkt den Beitrag deutlich. Entscheidend ist die Jahreshöchstgrenze: Ein Limit, das unter den Kosten einer einzigen großen Operation liegt, verfehlt den Zweck der Police. Beim Pferd sollte es klar über 5.000 Euro liegen.

Leistungen

Was abgesichert ist

Die Leistungen unterscheiden sich zwischen OP-Schutz und Vollversicherung erheblich, und innerhalb der Vollversicherung noch einmal zwischen den Tarifen. Wir gehen die Positionen einzeln durch und ordnen sie den Erkrankungen zu, die bei Ihrer Tierart und Rasse tatsächlich häufig sind. Ein Tarif, der Physiotherapie ausschließt, ist für einen Hund nach einer Kreuzbandoperation der falsche, weil die Nachsorge dort über den Erfolg entscheidet.

Das ist abgesichert

  • Operationen einschließlich Voruntersuchung, Narkose, Operateur, Material und stationärem Aufenthalt
  • Nachbehandlung nach einem Eingriff innerhalb eines vereinbarten Zeitraums, meist 30 bis 120 Tage
  • Erstattung bis zum zwei-, drei- oder vierfachen GOT-Satz, entscheidend bei Notdienst und Klinikbehandlung
  • Die Notdienstgebühr von 50 Euro netto, sofern der Tarif sie ausdrücklich einschließt
  • Bei der Vollversicherung zusätzlich ambulante Behandlungen, Medikamente, Röntgen, Ultraschall und Labor
  • Bildgebende Diagnostik mit CT und MRT, etwa bei Verdacht auf Bandscheibenvorfall, Tumor oder Fremdkörper
  • Zahnbehandlung und Zahnsanierung je nach Tarif, meist mit eigener Wartezeit und eigenem Jahreslimit
  • Physiotherapie, Unterwasserlaufband und Rehabilitation, besonders nach Gelenk- und Wirbelsäulenoperationen
  • Alternative Heilverfahren wie Akupunktur und Osteopathie im Rahmen eines gedeckelten Jahresbudgets
  • Kastration und Sterilisation aus medizinischer Indikation, prophylaktisch nur aus dem Vorsorgebudget
  • Vorsorge mit Impfungen, Wurmkuren, Zeckenprophylaxe und Zahnreinigung, ausschließlich in Vollversicherungstarifen
  • Beim Hund und bei der Katze Kreuzbandriss, Fremdkörperoperation, Tumorentfernung und Bandscheibenvorfall
  • Beim Pferd Kolikoperation, Sehnenschaden, Fesselträgerbehandlung, Klinikaufenthalt und Intensivbetreuung
  • Unfallbedingte Behandlungen in der Regel ohne Wartezeit, also ab dem ersten Tag des Vertrags

Das ist nicht abgesichert

  • Erkrankungen, die bei Antragstellung bereits bestanden oder diagnostiziert waren, einschließlich ihrer Folgen
  • Behandlungen innerhalb der Wartezeit, außer bei Unfällen, für die meist keine Wartezeit gilt
  • Rein kosmetische Eingriffe sowie Kupieren, Kürzen und vergleichbare nicht medizinisch begründete Maßnahmen
  • Erbliche und rassetypische Erkrankungen wie Hüftdysplasie, Patellaluxation und Brachyzephalie, sofern der Tarif sie ausschließt
  • Prophylaktische Kastration, Impfungen und Wurmkuren, wenn kein Vorsorgebudget vereinbart ist
  • Trächtigkeit, Geburt und Kaiserschnitt in vielen Tarifen, bei Zuchttieren ist das gesondert zu vereinbaren
  • Folgen von Doping, Tierquälerei, grober Vernachlässigung oder vorsätzlicher Schädigung
  • Kosten oberhalb der vereinbarten Jahreshöchstgrenze und oberhalb des maximal erstatteten GOT-Satzes
  • Der Wert des Tieres selbst bei Tod oder Einschläferung, dafür gibt es beim Pferd eine eigene Lebensversicherung
  • Schäden, die Ihr Tier anderen zufügt, denn dafür ist die Tierhalterhaftpflicht zuständig
Beitrag

Was kostet eine Tierkrankenversicherung?

Einen Einheitspreis gibt es nicht, weil der Beitrag aus Tierart, Rasse, Alter und Deckungsumfang entsteht. Beim Hund ist die Rasse der größte Einzelfaktor: Große Rassen mit bekannten Gelenkproblemen und brachyzephale Rassen mit Atemwegsrisiko werden deutlich höher eingestuft als ein mittelgroßer Mischling. Katzen sind grundsätzlich günstiger als Hunde, Freigänger teurer als Wohnungskatzen. Beim Pferd zählen Alter, Nutzung und ob es sich um ein Freizeit-, Sport- oder Zuchtpferd handelt. Über allem steht die Entscheidung zwischen OP-Schutz und Vollversicherung, denn dazwischen liegt regelmäßig ein Faktor von zwei bis drei.

Nach unten wirken vier Hebel. Eine feste Selbstbeteiligung von 100 oder 250 Euro je Fall oder ein prozentualer Eigenanteil von 20 Prozent senkt den Beitrag spürbar. Ein früher Abschluss beim Welpen oder Fohlen sichert die günstige Alterseinstufung, denn der Beitrag steigt mit dem Alter des Tieres. Jährliche Zahlweise spart den Ratenzuschlag, und wer mehrere Tiere im Haushalt versichert, bekommt oft einen Nachlass. Nach oben treiben den Beitrag ein hoher maximaler GOT-Satz, ein hohes Jahreslimit, der Verzicht auf Selbstbeteiligung, ein Vorsorgebudget, der Einschluss rassetypischer Erkrankungen und die Erstattung von Physiotherapie und alternativen Verfahren. Sparen Sie im Zweifel an der Selbstbeteiligung, nicht am GOT-Satz und nicht am Jahreslimit, denn diese beiden entscheiden im großen Fall über die Hälfte der Rechnung.

Tierart und Rasse

Katzen liegen unter Hunden, Wohnungskatzen unter Freigängern. Beim Hund ist die Rasse ausschlaggebend: Große Rassen mit Gelenkrisiko und brachyzephale Rassen mit Atemwegsproblemen werden deutlich teurer eingestuft. Beim Pferd zählt zusätzlich die Nutzung, denn ein Turnierpferd hat ein anderes Verletzungsrisiko als ein Freizeitpferd.

Alter bei Vertragsbeginn

Der Beitrag steigt mit dem Alter, und ab einem Höchsteintrittsalter von etwa fünf bis acht Jahren bei Hund und Katze sowie rund zehn Jahren beim Pferd ist gar kein Abschluss mehr möglich. Wer früh abschließt, sichert sich die günstige Einstufung und hat die Wartezeiten längst hinter sich, wenn es darauf ankommt.

OP-Schutz oder Vollversicherung

Zwischen beiden liegt regelmäßig ein Faktor von zwei bis drei im Beitrag. Der OP-Schutz deckt die existenziellen Beträge ab, die Vollversicherung zusätzlich ambulante Behandlung, Diagnostik, Medikamente und Vorsorge. Wer die laufenden Kleinbeträge selbst tragen kann, spart hier am meisten, ohne den Kern der Absicherung anzutasten.

Erstattungssatz und maximaler GOT-Satz

80 Prozent Erstattung bis zum zweifachen Satz klingt ordentlich und deckt eine Notdienstrechnung trotzdem nur teilweise. 100 Prozent bis zum dreifachen oder vierfachen Satz kosten mehr, sind aber die Zahl, an der sich im Ernstfall alles entscheidet. Hier zu sparen ist der teuerste Fehler im ganzen Vertrag.

Jahreshöchstgrenze und Selbstbeteiligung

Ein Jahreslimit muss mindestens eine große Operation tragen, beim Pferd also deutlich über 5.000 Euro liegen. Unbegrenzte Tarife kosten spürbar mehr. Eine Selbstbeteiligung von 100 oder 250 Euro je Fall oder 20 Prozent Eigenanteil senkt den Beitrag dagegen wirksam, ohne die großen Fälle zu gefährden.

Zusatzbausteine und Vorerkrankungen

Vorsorgebudget, Zahnbehandlung, Physiotherapie, alternative Verfahren und der ausdrückliche Einschluss rassetypischer Erkrankungen kosten jeweils Aufschlag. Bestehende Vorerkrankungen führen zu Ausschlüssen oder Risikozuschlägen. Jährliche Zahlweise und die Versicherung mehrerer Tiere im Haushalt bringen dagegen Nachlass.

Ausbaustufen

Vom OP-Schutz bis zur Vollversicherung

Wir stellen die Varianten für Ihre Tierart nebeneinander und rechnen den Beitragsunterschied gegen die Kosten der Eingriffe, die bei dieser Rasse und diesem Alter realistisch sind.

OP-Schutz

Für Halter gesunder Tiere ohne rassetypische Vorbelastung, die nur die großen Beträge absichern wollen

  • Operationen mit Voruntersuchung, Narkose, Klinik und Material
  • Nachbehandlung innerhalb eines vereinbarten Zeitraums von 30 bis 120 Tagen
  • Erstattung bis zum dreifachen GOT-Satz wählbar
  • Unfallbedingte Eingriffe in der Regel ohne Wartezeit
  • Deutlich niedrigerer Beitrag als die Vollversicherung
  • Ambulante Behandlungen und Medikamente tragen Sie selbst
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Am häufigsten gewählt

Vollversicherung

Für Welpen, Kitten und Rassen mit bekannten Risiken, unsere häufigste Empfehlung

  • Alle Leistungen des OP-Schutzes
  • Ambulante Behandlungen, Medikamente und Labordiagnostik
  • Bildgebung mit Röntgen, Ultraschall, CT und MRT
  • Vorsorgebudget für Impfungen, Wurmkur, Zeckenprophylaxe und Zahnreinigung
  • Zahnbehandlung im Rahmen des vereinbarten Limits und der eigenen Wartezeit
  • Physiotherapie und Rehabilitation nach Gelenk- und Wirbelsäulenoperationen
  • Wählbare Selbstbeteiligung von 100 oder 250 Euro zur Beitragssteuerung
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Pferd

Für Freizeit-, Sport- und Zuchtpferde in Pensionsställen und auf eigenen Höfen

  • Kolikoperation mit Klinikaufenthalt und Intensivbetreuung
  • Sehnenschaden und Fesselträgerbehandlung einschließlich Nachsorge
  • Chirurgie nach Verletzungen auf Koppel, Reitanlage und Turnier
  • Erstattung bis zum dreifachen GOT-Satz für Klinik- und Notdiensteinsätze
  • Jahreshöchstgrenze deutlich oberhalb der Kosten einer Kolikoperation
  • Physiotherapie und Rehabilitation im Rahmen des Budgets
  • Ergänzbar durch Pferdehaftpflicht und Pferdelebensversicherung
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Die Darstellung ist eine Orientierung. Welche Bausteine sinnvoll sind, klären wir im Gespräch anhand Ihrer Situation. Maßgeblich sind die jeweiligen Versicherungsbedingungen.

Abgrenzung

Abgrenzung zu anderen Policen

Damit Sie nicht doppelt zahlen und nicht an der falschen Stelle eine Lücke haben.

Tierhalterhaftpflicht für Pferd und Hund
Die Tierkrankenversicherung zahlt für die Behandlung Ihres Tieres, die Tierhalterhaftpflicht für Schäden, die Ihr Tier anderen zufügt. Nach Paragraf 833 BGB haften Sie dafür verschuldensunabhängig, also auch dann, wenn Sie alles richtig gemacht haben. Reißt sich ein Pferd los und verursacht einen Verkehrsunfall, oder stürzt ein Reiter, weil das Pferd scheut, geht es um Personenschäden in ganz anderer Größenordnung. Für Pferde und Hunde sind beide Verträge nötig, sie ersetzen einander nicht.
Pferdelebensversicherung
Sie zahlt, wenn das Pferd stirbt oder aus medizinischen Gründen eingeschläfert werden muss, in manchen Tarifen auch bei dauerhafter Unbrauchbarkeit für den vereinbarten Verwendungszweck. Ersetzt wird der wirtschaftliche Wert des Tieres, nicht ein einziger Euro Behandlungskosten. Für Zucht- und Sportpferde mit entsprechendem Wert ist sie eine sinnvolle Ergänzung zum OP-Schutz, für das Freizeitpferd mit geringem Marktwert meist nachrangig.
OP-Versicherung gegenüber Vollkrankenversicherung
Beides sind Tierkrankenversicherungen, aber mit sehr unterschiedlichem Umfang und Preis. Der OP-Schutz greift erst, wenn operiert wird, und deckt dann Narkose, Klinik und Nachbehandlung. Die Vollversicherung zahlt ab dem ambulanten Termin, für Medikamente, Diagnostik und meist Vorsorge. Die Grenze verläuft am Skalpell: Eine mit Medikamenten behandelte Allergie fällt vollständig aus dem OP-Schutz heraus, eine Fremdkörperoperation vollständig hinein.
Rücklage auf dem Sparkonto
Für viele Halter ist das die ehrliche Alternative, und wir rechnen sie mit durch. Wer 30 Euro im Monat konsequent zurücklegt, hat nach fünf Jahren rund 1.800 Euro, was für einen Kreuzbandriss knapp und für eine Kolikoperation gar nicht reicht. Die Rücklage schlägt die Versicherung bei kleinen und mittleren Kosten und verliert genau dort, wo es existenziell wird: beim einzelnen großen Fall, der zu früh kommt.
Zielgruppen

Für wen sich der Schutz besonders lohnt

Ob sich eine Tierkrankenversicherung rechnet, hängt von Tierart, Rasse, Alter und Ihrer eigenen Rücklage ab. Bei diesen sechs Gruppen ist die Antwort meist eindeutig.

Pferdehalter in der Hohenloher Ebene

Rund um Ilshofen, Wolpertshausen, Vellberg, Kirchberg an der Jagst und Blaufelden gibt es zahlreiche Reitanlagen, Pensionsställe und Privatställe. Koliken kommen in jedem Stall vor, und eine Operation mit Klinikaufenthalt liegt bei rund 6.800 Euro. Der OP-Schutz mit ausreichend hohem Jahreslimit ist hier die Mindestausstattung, nicht die Komfortlösung.

Halter von Welpen, Kitten und Fohlen

Der beste Zeitpunkt für den Abschluss ist, bevor das Tier den ersten Befund hat. Junge Tiere kommen ohne Vorerkrankungen in den Vertrag, der Beitrag ist niedrig und bleibt in der günstigen Alterseinstufung, und die Wartezeiten von 30 Tagen bis zwölf Monaten sind längst abgelaufen, wenn es darauf ankommt.

Familien mit Hund

Ein Kreuzbandriss beim Toben oder ein verschluckter Ball landet ohne Vorwarnung auf dem Operationstisch, beim Labrador aus Crailsheim waren das rund 2.900 Euro einschließlich Physiotherapie. Für Familien mit festem Budget ist die planbare Monatsrate die ruhigere Lösung als eine Rechnung, die am Tag der Diagnose fällig wird.

Halter brachyzephaler Rassen

Mops, Französische Bulldogge und ähnliche Rassen bringen häufig Atemwegsprobleme mit, die operativ am weichen Gaumen und an den Nasenlöchern behandelt werden. Hier prüfen wir besonders genau, ob der Tarif Brachyzephalie einschließt, ausdrücklich ausnimmt oder mit zwölf Monaten Wartezeit belegt, denn das entscheidet über den gesamten Nutzen.

Sport- und Zuchtpferdebesitzer

Sehnenschäden und Fesselträgerverletzungen bedeuten monatelange Behandlung mit Ultraschalldiagnostik, Therapie, kontrolliertem Aufbautraining und Nachsorge. Wer sein Pferd im Turniersport oder in der Zucht einsetzt, sollte OP-Schutz, Pferdehaftpflicht mit Einschluss von Fremdreitern und gegebenenfalls eine Lebensversicherung zusammen betrachten.

Halter älterer Tiere mit chronischer Erkrankung

Diabetes, Allergie, Arthrose und Nierenerkrankungen verursachen keine Spitzen, sondern eine dauerhafte monatliche Belastung aus Medikamenten und Kontrollen. Diese Fälle deckt nur die Vollversicherung ab, und nur, wenn sie vor der Diagnose bestand. Nach dem ersten Befund ist der Zug abgefahren, deshalb reden wir mit älteren Tieren oft über die Rücklage statt über einen Vertrag.

Aus der Praxis

Aus der Praxis

Drei Fälle aus der Region, anonymisiert und in den Beträgen gerundet. Der erste ist der teuerste.

Kolikoperation bei einem Warmblut aus Ilshofen

Eine Stute zeigte abends deutliche Kolikanzeichen und wurde nachts in die Klinik gefahren. Die Operation dauerte mehrere Stunden, danach folgten acht Tage stationäre Intensivbetreuung mit Infusionen und Kontrolluntersuchungen. Weil der Eingriff im Notdienst stattfand, wurde zum erhöhten GOT-Satz abgerechnet, dazu kam die Notdienstgebühr. Der Tarif erstattete bis zum dreifachen Satz und hatte ein ausreichendes Jahreslimit. Bei einer Deckelung auf den zweifachen Satz wäre ein vierstelliger Betrag bei der Halterin geblieben.

circa 6.800 Euro

Kreuzbandriss bei einem Labrador aus Crailsheim

Beim Toben auf der Wiese knickte der Hund weg und belastete das Hinterbein nicht mehr. Diagnostiziert wurde ein Riss des vorderen Kreuzbands, versorgt mit einer stabilisierenden Operation am Kniegelenk. Zur Operation kamen Röntgen, Narkose, Medikamente und acht Wochen Physiotherapie, die aus dem Reha-Budget erstattet wurden. Weil der Vertrag drei Jahre alt war, spielte die zwölfmonatige Wartezeit für Kreuzbanderkrankungen keine Rolle mehr.

circa 2.900 Euro

Fremdkörper im Darm einer Katze aus Gaildorf

Eine junge Katze hatte ein Stück Geschenkband verschluckt, das sich im Dünndarm festsetzte. Nach Ultraschall und Röntgen folgte eine Notoperation mit Darmresektion und drei Tagen stationärer Überwachung. Die Vollversicherung übernahm Diagnostik, Eingriff und Nachbehandlung abzüglich der vereinbarten Selbstbeteiligung von 250 Euro. Ein reiner OP-Schutz hätte die vorangegangene Diagnostik nicht getragen.

circa 1.850 Euro
Aus der Beratung

Die fünf Fehler, die uns am häufigsten begegnen

Was uns immer wieder begegnet, und was es kostet, wenn niemand hinschaut.

1

Tarif nur bis zum einfachen GOT-Satz

Beim Preisvergleich sieht ein Tarif mit 100 Prozent Erstattung gut aus, bis man liest, dass diese 100 Prozent nur bis zum einfachen Gebührensatz gelten. Im Notdienst ist mindestens der zweifache Satz vorgeschrieben, zulässig bis zum vierfachen. Aus 6.800 Euro Rechnung werden dann rund 2.300 Euro Erstattung. Prüfen Sie immer zuerst den maximalen GOT-Satz und erst danach den Prozentsatz.

2

Abgeschlossen, als der Befund schon da war

Der Tierarzt erwähnt beim Routinetermin ein leichtes Hüftgelenksproblem, und drei Wochen später wird die Versicherung beantragt. Damit ist die Hüftdysplasie eine Vorerkrankung und dauerhaft ausgeschlossen, unabhängig davon, wann operiert wird. Dazu kommen Wartezeiten von drei bis zwölf Monaten für genau diese Erkrankungen. Der Vertrag gehört zum Welpen, nicht zur Diagnose.

3

Jahreslimit zu niedrig gewählt

Ein Jahreshöchstbetrag von 2.000 Euro senkt den Beitrag und wirkt großzügig, bis eine Kolikoperation über 6.800 Euro kommt oder ein Bandscheibenvorfall mit MRT und Operation. Dann ist das Limit nach einem Drittel der Rechnung erschöpft, und Nachbehandlung sowie Physiotherapie fallen ganz heraus. Sparen Sie stattdessen über eine Selbstbeteiligung, die trifft nur die kleinen Fälle.

4

Rassetypische Ausschlüsse übersehen

Wer einen Mops, eine Französische Bulldogge, einen Schäferhund oder einen kleinen Rassehund hält, muss vor dem Abschluss klären, wie der Tarif mit Brachyzephalie, Hüftdysplasie und Patellaluxation umgeht. Manche schließen sie aus, manche belegen sie mit zwölf Monaten Wartezeit, manche versichern sie normal. Wird das übersehen, versichert man genau die Erkrankung nicht, wegen der man abgeschlossen hat.

5

Rechnung ohne Prüfung eingereicht

Tierarztrechnungen sind nach GOT-Positionen aufgebaut, und der angewandte Steigerungssatz muss begründet sein. Wird der dreifache Satz außerhalb des Notdienstes ohne erkennbaren Grund angesetzt, kürzt der Versicherer. Ebenso fallen Positionen heraus, die nicht zum versicherten Eingriff gehören, etwa Futter oder Prophylaxe. Wir gehen die Rechnung mit Ihnen durch, bevor sie eingereicht wird, und klären Rückfragen direkt.

Ablauf

So gehen wir vor

1

Tier und Historie aufnehmen

Art, Rasse, Alter, Nutzung, bisherige Behandlungen und alle bekannten Befunde aus dem Impfpass. Daraus ergibt sich, welcher Tarif überhaupt in Frage kommt und wo Ausschlüsse oder Risikozuschläge drohen. Das dauert etwa zwanzig Minuten.

2

OP-Schutz und Vollversicherung gegenüberstellen

Sie sehen beide Varianten mit Erstattungssatz, maximalem GOT-Satz, Jahreslimit, Selbstbeteiligung und Wartezeiten nebeneinander und erkennen genau, wofür Sie den Mehrbeitrag zahlen. Dazu stellen wir die Rechnung mit einer eigenen Rücklage daneben.

3

Wartezeiten und Ausschlüsse klären

Wir sagen Ihnen vor der Unterschrift, ab wann welcher Schutz greift, welche Erkrankungen ausgenommen sind und wie der Tarif mit den typischen Problemen Ihrer Rasse umgeht. Diese Punkte halten wir schriftlich fest.

4

Abrechnung begleiten

Sie reichen die Tierarztrechnung bei uns ein, wir prüfen die GOT-Positionen und den angesetzten Steigerungssatz und klären Rückfragen des Versicherers direkt. Sie erreichen uns unter 0791 94093050.

Region

Tierhaltung im Landkreis Schwäbisch Hall

Wir betreuen Tierhalter in Schwäbisch Hall, Crailsheim, Gaildorf, Ilshofen, Vellberg, Kirchberg an der Jagst, Langenburg, Gerabronn, Schrozberg, Blaufelden, Rot am See, Satteldorf, Wallhausen, Frankenhardt, Wolpertshausen, Untermünkheim, Braunsbach, Michelbach an der Bilz, Michelfeld, Rosengarten, Mainhardt, Obersontheim, Bühlertann und Bühlerzell. Die Hohenloher Ebene ist eine Pferderegion. Zwischen Kirchberg an der Jagst, Blaufelden, Gerabronn und Ilshofen gibt es Reitanlagen, Pensionsställe, Zuchtbetriebe und viele Höfe, auf denen Pferde privat gehalten werden, oft zwei oder drei nebeneinander. Dazu kommt eine hohe Dichte an Hunde- und Katzenhaltung in den Städten und Gemeinden des Landkreises.

Tierärztlich ist die Region gut versorgt. In Schwäbisch Hall, Crailsheim und Gaildorf gibt es Praxen für Klein- und Großtiere, für aufwendige Eingriffe wie Kolikoperationen, Bandscheibenchirurgie oder CT-Diagnostik wird in eine Klinik im weiteren Umkreis überwiesen, etwa Richtung Heilbronn, Stuttgart, Aalen oder Würzburg. Genau bei diesen Klinikfällen entstehen die Rechnungen, die eine Versicherung rechtfertigen: Notdienst zum erhöhten GOT-Satz, mehrtägiger stationärer Aufenthalt, Bildgebung und wochenlange Nachsorge. Wer sein Pferd zusätzlich auf Turnieren oder auf fremden Anlagen bewegt, sollte neben der Krankenversicherung an die Pferdehaftpflicht denken, denn dafür kommt die Tierkrankenversicherung ausdrücklich nicht auf. Dario Caeiro geht die Tarife mit Ihnen durch. Sie erreichen uns unter 0791 94093050 oder per E-Mail an caeiro.hartmann@allianz.de.

Schwäbisch HallCrailsheimGaildorfIlshofenVellbergKirchberg an der JagstGerabronnLangenburgSchrozbergBlaufeldenRot am SeeSatteldorfWallhausenFrankenhardtKünzelsauÖhringenMurrhardtBacknangEllwangenSchwäbisch GmündWinnendenSchorndorfWaiblingenAalenHeilbronnNeckarsulmBad FriedrichshallBad MergentheimDinkelsbühlFeuchtwangenRothenburg ob der TauberGöppingenLudwigsburgBietigheim-BissingenStuttgartEsslingenHeidenheimAnsbach
Häufige Fragen

Was uns am häufigsten gefragt wird

Was kostet eine Tierkrankenversicherung?
Der Beitrag hängt an Tierart, Rasse, Alter und Deckungsumfang. Katzen liegen unter Hunden, ein mittelgroßer Mischling unter einem Schäferhund oder einer Französischen Bulldogge, ein Freizeitpferd unter einem Turnierpferd. Zwischen OP-Schutz und Vollversicherung liegt regelmäßig ein Faktor von zwei bis drei. Nach unten wirken Selbstbeteiligung, früher Abschluss beim Jungtier, jährliche Zahlweise und ein Nachlass für mehrere Tiere. Sparen Sie dabei an der Selbstbeteiligung, nicht am GOT-Satz und nicht am Jahreslimit. Wir rechnen Ihnen zwei Varianten für Ihr Tier aus.
Ist eine Tierkrankenversicherung Pflicht?
Nein, sie ist freiwillig. Pflicht ist in Baden-Württemberg dagegen die Hundehaftpflichtversicherung für Hunde, die als gefährlich eingestuft sind, und für Pferde verlangen viele Pensionsställe und Reitanlagen den Nachweis einer Tierhalterhaftpflicht im Einstellvertrag. Das sind aber Haftpflichtpolicen, nicht Krankenversicherungen. Für die Behandlungskosten Ihres eigenen Tieres gibt es keinerlei gesetzliche Vorgabe, dort entscheiden allein Sie.
Was ist der Unterschied zwischen OP-Versicherung und Vollversicherung?
Die OP-Versicherung zahlt ausschließlich bei Operationen samt Voruntersuchung, Narkose, Klinikaufenthalt und Nachbehandlung innerhalb eines vereinbarten Zeitraums. Sie ist deutlich günstiger und deckt die Fälle ab, die wirklich teuer werden. Die Vollversicherung übernimmt zusätzlich ambulante Behandlungen, Medikamente, Diagnostik und meist ein Vorsorgebudget. Die Grenze verläuft am Skalpell: Eine mit Medikamenten behandelte Allergie fällt aus dem OP-Schutz vollständig heraus, eine Fremdkörperoperation vollständig hinein.
Was bedeutet der GOT-Satz für meine Erstattung?
Die Gebührenordnung für Tierärzte gilt seit dem 22. November 2022 in neuer Fassung. Sie nennt für jede Leistung einen einfachen Satz, den der Tierarzt je nach Zeitaufwand, Schwierigkeit und örtlichen Verhältnissen bis zum dreifachen erhöhen darf. Im Notdienst ist mindestens der zweifache Satz vorgeschrieben, zulässig ist bis zum vierfachen, dazu kommt eine Notdienstgebühr von 50 Euro netto. Erstattet Ihr Tarif nur den einfachen Satz, bleibt der größere Teil einer Klinikrechnung bei Ihnen. Diese Zahl ist wichtiger als der Erstattungsprozentsatz.
Wie lang sind die Wartezeiten?
Üblich sind rund 30 Tage nach Vertragsbeginn. Für bestimmte Erkrankungen gelten längere Fristen, häufig drei bis zwölf Monate, etwa bei Kreuzbandriss, Hüftdysplasie, Patellaluxation, Bandscheibenerkrankungen und Zahnbehandlungen. Bei Unfällen entfällt die Wartezeit in der Regel vollständig, der Schutz gilt dann ab dem ersten Tag. Deshalb ist der Abschluss beim jungen und gesunden Tier deutlich sinnvoller als nach dem ersten Befund, denn ab dann läuft die Uhr gegen Sie.
Was passiert mit Vorerkrankungen?
Erkrankungen, die bei Antragstellung bereits bestanden oder diagnostiziert waren, sind in der Regel ausgeschlossen, einschließlich ihrer Folgen. Manche Versicherer nehmen sie nach einer beschwerdefreien Zeit wieder auf, andere dauerhaft nicht. Geben Sie Vorbefunde immer vollständig an, auch die scheinbar harmlosen Notizen im Impfpass. Ein verschwiegener Befund führt später nicht nur zur Ablehnung dieses einen Falls, sondern kann den gesamten Vertrag zu Fall bringen.
Sind rassetypische Erkrankungen mitversichert?
Das ist der wichtigste Prüfpunkt überhaupt. Hüftdysplasie bei Schäferhund und Retriever, Patellaluxation bei kleinen Rassen und Atemwegsprobleme durch Brachyzephalie bei Mops und Französischer Bulldogge werden von manchen Tarifen ausdrücklich ausgeschlossen, von anderen mit zwölf Monaten Wartezeit belegt und von wieder anderen normal versichert. Wer das übersieht, versichert genau die Erkrankung nicht, wegen der er abgeschlossen hat. Wir prüfen die Bedingungen für Ihre konkrete Rasse vor der Entscheidung.
Bis zu welchem Alter kann ich mein Tier versichern?
Viele Versicherer nehmen Hunde und Katzen bis zu einem Alter von etwa fünf bis acht Jahren auf, Pferde häufig bis rund zehn Jahre. Danach ist der Abschluss nicht mehr oder nur mit deutlichen Aufschlägen und Ausschlüssen möglich. Ein bereits bestehender Vertrag läuft dagegen in der Regel lebenslang weiter, auch wenn das Tier alt wird und die Behandlungen zunehmen. Wer noch abschließen will, sollte das nicht aufschieben, denn jedes Jahr kostet Einstufung und Optionen.
Sind Kastration, Impfungen und Zahnbehandlung enthalten?
Eine Kastration aus medizinischer Indikation, etwa bei einer Gebärmuttervereiterung, ist in der Regel gedeckt. Die rein prophylaktische Kastration nur dann, wenn der Tarif ein Vorsorgebudget vorsieht, aus dem sie bezahlt wird. Dasselbe gilt für Impfungen, Wurmkuren und Zahnprophylaxe. Diese Budgets sind gedeckelt und finden sich fast nur in Vollversicherungstarifen. Die Zahnsanierung bei Erkrankung ist häufig eingeschlossen, hat aber meist eine eigene, längere Wartezeit und ein eigenes Limit.
Werden Physiotherapie und Alternativmedizin erstattet?
Nach Operationen an Gelenken oder an der Wirbelsäule ist Physiotherapie oft entscheidend für den Behandlungserfolg, beim Labrador aus Crailsheim waren es acht Wochen. Viele Tarife erstatten sie im Rahmen der Nachbehandlung oder aus einem gesonderten Jahresbudget, andere gar nicht. Alternative Verfahren wie Akupunktur, Osteopathie und Homöopathie sind seltener enthalten und meist niedrig limitiert. Wir prüfen, ob Ihr Tarif die Nachsorge trägt oder nur den Eingriff selbst.
Was kostet eine Kolikoperation beim Pferd?
Eine Kolikoperation mit Klinikaufenthalt, Intensivbetreuung und Nachsorge liegt in der Regel im mittleren vierstelligen Bereich, in einem Fall aus Ilshofen bei rund 6.800 Euro mit acht Tagen stationär. Bei Komplikationen und längerem Aufenthalt wird es mehr. Weil solche Eingriffe fast immer im Notdienst stattfinden, kommt der erhöhte GOT-Satz zum Tragen. Genau deshalb ist beim Pferd der OP-Schutz die wichtigste Absicherung, noch vor allen ambulanten Leistungen, und das Jahreslimit sollte klar über 5.000 Euro liegen.
Wie grenzt sich das von der Pferdehaftpflicht ab?
Die Tierkrankenversicherung zahlt für die Behandlung Ihres Pferdes. Die Pferdehaftpflicht zahlt für Schäden, die Ihr Pferd anderen zufügt, etwa wenn es sich losreißt und einen Verkehrsunfall verursacht oder ein Reiter beim Scheuen stürzt. Nach Paragraf 833 BGB haften Sie dafür verschuldensunabhängig, also auch ohne eigenes Fehlverhalten, und Personenschäden erreichen dort ganz andere Größenordnungen. Für Fremdreiter und Kutschfahrten braucht es einen ausdrücklichen Einschluss. Beides sind eigenständige Verträge.
Was passiert im Behandlungsfall und wie rechne ich ab?
Sie gehen zum Tierarzt Ihrer Wahl, es gibt keine Klinikbindung, und bezahlen die Rechnung zunächst selbst. Danach reichen Sie sie beim Versicherer ein, bei größeren Beträgen ist teils eine direkte Abrechnung mit der Klinik möglich, das klären wir vorab. Wichtig ist eine Rechnung nach GOT-Positionen mit begründetem Steigerungssatz. Wir gehen sie mit Ihnen durch, bevor sie eingereicht wird, und klären Rückfragen des Versicherers zu Sätzen und Positionen direkt.
Brauche ich das wirklich, wenn ich schon Geld zurücklege?
Vielleicht nicht, und wir rechnen es mit Ihnen durch. Wer 30 Euro im Monat konsequent spart, hat nach fünf Jahren rund 1.800 Euro. Das reicht für die meisten ambulanten Behandlungen und knapp nicht für einen Kreuzbandriss. Bei einer Kolikoperation über 6.800 Euro reicht es gar nicht. Die Rücklage schlägt die Versicherung bei kleinen und mittleren Kosten und verliert dort, wo der einzelne große Fall zu früh kommt. Wer die Rücklage schon aufgebaut hat und ein gesundes Tier ohne rassetypische Vorbelastung hält, kann gut ohne Vertrag leben.
Wie kündige oder wechsle ich meine Tierkrankenversicherung?
Der Vertrag läuft meist ein Jahr und verlängert sich automatisch, wenn Sie nicht drei Monate vor Ablauf kündigen. Ein Wechsel ist allerdings selten ratsam, und das sagen wir deutlich: Beim neuen Versicherer beginnen die Wartezeiten von 30 Tagen bis zwölf Monaten von vorn, und alles, was zwischenzeitlich diagnostiziert wurde, gilt dort als Vorerkrankung und bleibt dauerhaft ausgeschlossen. Ein bestehender Vertrag ohne Ausschlüsse ist deshalb mehr wert als ein paar Euro Beitragsersparnis. Prüfen Sie stattdessen lieber Selbstbeteiligung und Jahreslimit im vorhandenen Tarif.

Wir schauen uns Ihr Tier und Ihren Bedarf gemeinsam an

Ein Termin dauert etwa eine Stunde, kostet nichts und verpflichtet zu nichts. Danach haben Sie eine schriftliche Übersicht mit OP-Schutz und Vollversicherung nebeneinander, mit maximalem GOT-Satz, Jahreslimit, Wartezeiten und den Ausschlüssen für Ihre Rasse. Kommen Sie in die Weilerwiese 3 in Schwäbisch Hall oder in die Beethovenstraße 48 in Crailsheim, oder rufen Sie unter 0791 94093050 an. Am besten, bevor der erste Befund im Impfpass steht.

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