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Versorgungswerke in Gerabronn
Versorgungswerke in Gerabronn ist kein Standardfall, sondern hängt an dem, was hier vor Ort tatsächlich vorkommt. Deshalb reden wir zuerst über Ihre Situation und erst danach über eine Deckung.
Was in Gerabronn tatsächlich zählt
Gerabronn hat Hausarztpraxen, Zahnarzt und Apotheke, und wer eine solche Praxis auf dem Land führt, zahlt nicht in die Rentenversicherung, sondern ins Versorgungswerk. Das ist solide, greift bei Berufsunfähigkeit aber erst, wenn die Tätigkeit vollständig aufgegeben wird, und die Anwartschaften sinken seit Jahren mit dem Rechnungszins. Für eine Landpraxis fehlen im Ruhestand dadurch schnell rund 1.500 Euro im Monat. Wir rechnen die Lücke mit Ihrem aktuellen Bescheid durch, nicht mit Modellwerten.
Worum es in Gerabronn bei diesem Thema geht
Gerabronn hat wenige große Arbeitgeber und dafür viele kleine Einheiten: Handwerk, Landwirtschaft, Praxen, Läden. Wer hier Leute halten will, konkurriert mit den Industrielöhnen in Crailsheim und Künzelsau, und beim Pflichtzuschuss auf die Entgeltumwandlung bleiben ohne Nachfrage je Mitarbeiter rund 480 Euro im Jahr liegen. Wir prüfen zuerst, was schon läuft, klären Zuschuss und spätere Verbeitragung und setzen die Zusage so auf, dass sie beim Wechsel mitgeht.
Auf der privaten Seite fallen die vielen Selbstständigen und Landwirte auf. Die landwirtschaftliche Alterskasse ersetzt kein Einkommen, und fällt der Betriebsleiter aus, fehlen im Haushalt schnell rund 1.500 Euro im Monat, während die Maschinenraten weiterlaufen. Wir rechnen mit dem aktuellen Bescheid durch, was tatsächlich ankommt, prüfen bei körperlicher Arbeit die Grundfähigkeitsversicherung als tragfähigere Alternative zur Berufsunfähigkeit und sichern bei einer Hofübergabe auch den Ehepartner ab.
Wenn Ihnen ein Termin bei sich lieber ist, kommen wir zu Ihnen. Vom Büro in der Beethovenstraße 48 in Crailsheim sind es über Satteldorf und die B290 rund 25 Minuten nach Gerabronn.
Gerabronn, rund 4.500 Einwohner im Landkreis Schwäbisch Hall
Gerabronn liegt auf der Hohenloher Ebene, gut 20 Kilometer nordwestlich von Crailsheim. Der Kernort steht auf rund 440 Metern, doch das Stadtgebiet fällt nach Süden und Westen bis auf etwa 300 Meter in die Täler von Jagst und Brettach ab. Zur Stadt gehören neben dem Hauptort die früher selbstständigen Gemeinden Amlishagen, Dünsbach und Michelbach an der Heide, dazu eine ganze Reihe von Weilern und Höfen. Oben liegen weite Ackerflächen und Windräder, unten enge Waldhänge mit der Burg Amlishagen und Schloss Morstein. Mit rund 4.500 Einwohnern ist Gerabronn klein, hat aber Rathaus, Ärzte, Läden, Grundschule und ein Gymnasium und ist damit Anlaufpunkt für die Dörfer ringsum.
Wirtschaftlich hängt Gerabronn an zwei Standbeinen. Im Gewerbe und Industriegebiet Am Bahnhof sitzt ein Werk der Bürkert Werke, dazu kommen mittelständische Metallverarbeiter, Handwerk und Dienstleister. Das kleinere Gebiet Winterhöhe in Dünsbach ist belegt, eine Erweiterung ist im Gespräch. Das zweite Standbein ist die Landwirtschaft: Ackerbau, Milchvieh und Schweinehaltung prägen die Flächen zwischen den Teilorten, viele Betriebe verdienen zusätzlich mit Photovoltaik und Lohnarbeit. Wer nicht am Ort arbeitet, fährt nach Crailsheim, Ilshofen, Künzelsau oder Schwäbisch Hall. Das Gymnasium bringt zusätzlich Verkehr in den Ort, weil Schülerinnen und Schüler aus dem ganzen nördlichen Kreis hierher pendeln.
Starkregen an den Talhängen
Von der Hochebene läuft Wasser bei Gewittern ungebremst in Richtung Jagst und Brettach ab. In den tiefer gelegenen Ortslagen und an Hofstellen am Hang drückt es dann durch Kellerfenster und Lichtschächte. Ein ausgeräumtes, getrocknetes Untergeschoss mit Heizung, Elektrik und neuem Estrich kostet rund 20.000 Euro. Ohne Elementarschutz zahlt die Gebäudeversicherung davon keinen Cent.
Wildwechsel auf den Verbindungsstraßen
Die Strecken nach Amlishagen, Dünsbach und ins Jagsttal führen durch Wald und an Feldrändern entlang. In der Dämmerung queren Rehe und Wildschweine regelmäßig. Weil Radarsensor und Kamera heute hinter der Frontschürze sitzen, kostet ein Rehunfall an einem Mittelklassewagen rund 4.500 Euro statt wie früher 1.500 Euro. Wichtig ist, dass die Kaskodeckung nicht nur Haarwild, sondern Zusammenstöße mit Tieren allgemein einschließt.
Fachwerk und Scheunen im Bestand
In den Teilorten stehen viele Gebäude aus dem 18. und 19. Jahrhundert, oft mit Anbauten und alten Elektroleitungen. Die Wiederaufbauwerte liegen bei Fachwerk deutlich höher als der Neubauwert einer vergleichbaren Fläche. Wer die Versicherungssumme nie angepasst hat, muss im Brandfall mit einer Kürzung von rund 40 Prozent rechnen, bei einem Gebäudewert von circa 500.000 Euro also mit 200.000 Euro aus eigener Tasche.
Zulieferbetriebe und Betriebsunterbrechung
Metallverarbeitung und Zulieferung leben von Lieferterminen. Fällt eine Maschine oder eine Halle im Gebiet Am Bahnhof aus, stehen Aufträge und Umsätze still, während Löhne und Kredite weiterlaufen. Vier Wochen Stillstand kosten einen Betrieb mit 30 Beschäftigten rund 200.000 Euro Deckungsbeitrag. Die Betriebsunterbrechung ist hier fast immer der größere Schaden als das zerstörte Gerät selbst.
Die wichtigsten Versorgungswerke im Überblick
Welches Versorgungswerk für Sie zuständig ist, ergibt sich aus Ihrer Branche und dem geltenden Tarifvertrag, nicht aus dem, was üblicherweise passt. Wir prüfen das anhand Ihrer Verbandsmitgliedschaft, einer möglichen Allgemeinverbindlichkeit und der Bezugnahmeklauseln in Ihren Arbeitsverträgen. In der Region sind vor allem vier Werke relevant, weil sie die hier starken Branchen abdecken: Metall und Elektro, Gesundheitswesen, Medien und Chemie. Daneben gibt es weitere branchenbezogene Lösungen, etwa im Baugewerbe und im öffentlichen Dienst, die eigenen Regeln folgen und die wir bei Bedarf mit prüfen.
Das ist abgesichert
- MetallRente als Versorgungswerk der Tarifpartner der Metall- und Elektroindustrie, offen auch für Stahl, Textil und Bekleidung, Holz und Kunststoff sowie die ITK-Branche
- MetallRente mit drei Durchführungswegen: Direktversicherung, Pensionsfonds und Unterstützungskasse, jeweils mit wählbarem Garantieniveau
- Altersvorsorgewirksame Leistungen, in vielen Tarifgebieten 26,59 Euro im Monat für Vollzeitbeschäftigte, die statt in einen Sparvertrag in die Versorgung fließen können
- KlinikRente für Kliniken, Pflegeeinrichtungen, Rehabilitation und weitere Betriebe der Gesundheits- und Sozialwirtschaft
- Presseversorgung für Verlage, Redaktionen, Journalistinnen und Journalisten sowie angrenzende Medienbetriebe
- Tarifliche Altersvorsorge der chemischen Industrie über den Verbandsrahmenvertrag, umgesetzt als Direktversicherung
- Demografiebetrag von 750 Euro im Jahr je Vollzeitbeschäftigtem nach dem Tarifvertrag Lebensarbeitszeit und Demografie, verwendbar unter anderem für die Altersvorsorge
- Entgeltumwandlung nach Paragraf 1a BetrAVG innerhalb der tariflich vorgesehenen Wege
- Arbeitgeberzuschuss von mindestens 15 Prozent, soweit der Tarifvertrag nicht ohnehin mehr vorsieht
- Berufsunfähigkeitsschutz und Hinterbliebenenleistungen als wählbare Bausteine der meisten Werke
- Verwaltung über zentrale Portale mit einheitlichen Meldewegen für Eintritt, Austritt, Elternzeit und Krankheit
Das ist nicht abgesichert
- Ein Versorgungswerk ersetzt keine Versorgungsordnung, die Regeln für Ihren Betrieb müssen trotzdem schriftlich stehen
- Freiwillige Zusatzzusagen über den Tarif hinaus sind nicht automatisch Teil des Werks und brauchen eine eigene, klar getrennte Grundlage
- Die Einstandspflicht des Arbeitgebers nach Paragraf 1 Absatz 1 Satz 3 BetrAVG entfällt auch beim Anschluss an ein Werk nicht
- Die Versorgung der Geschäftsführung und außertariflicher Angestellter läuft in der Regel nicht über das tarifliche Werk
- Beiträge oberhalb der steuerlich geförderten Grenzen von 8.112 Euro im Jahr sind auch im Versorgungswerk nicht steuerfrei
- Nicht jede Branche hat ein Versorgungswerk, ohne Tarifbindung gelten die allgemeinen Regeln des Betriebsrentengesetzes
- Ein tarifliches Versorgungswerk hat nichts mit einem berufsständischen Versorgungswerk für Ärzte oder Architekten zu tun, das ist eine andere Einrichtung
Wege in ein Versorgungswerk
Je nach Tarifbindung und Ausgangslage sieht die Umsetzung unterschiedlich aus. Diese drei Modelle beschreiben, was in der Region am häufigsten vorkommt.
Tarifliche Pflichtumsetzung
Für Betriebe mit klarer Tarifbindung, die den Rahmen sauber erfüllen wollen
- Prüfung des geltenden Tarifvertrags und der daraus folgenden Pflichten, auch bei Nachwirkung
- Anschluss an das zuständige Versorgungswerk der Branche
- Tarifliche Arbeitgeberbeiträge korrekt in der Lohnabrechnung abgebildet und in die Versorgung eingesteuert
- Entgeltumwandlung über den tariflich vorgesehenen Durchführungsweg
- Meldewege für Eintritt, Austritt, Elternzeit und Krankheit im Personalbüro eingerichtet
- Dokumentation für Betriebsrat und Betriebsprüfung
Werk plus Arbeitgeberbaustein
Für tarifgebundene Betriebe, die sich im Wettbewerb um Fachkräfte abheben wollen
- Tarifliche Grundversorgung über das Versorgungswerk der Branche
- Freiwilliger Arbeitgeberbeitrag über die tarifliche Pflicht hinaus, üblich sind 25 bis 50 Euro je Kopf und Monat
- Matching-Modell: Der Betrieb erhöht den Zuschuss, wenn der Mitarbeitende selbst umwandelt
- Einschluss von Berufsunfähigkeit und Hinterbliebenenschutz
- Beratungstermine für die Belegschaft im Betrieb, auch in Früh-, Spät- und Nachtschicht
- Versorgungsordnung, die tarifliche Pflicht und freiwillige Leistung sauber trennt
- Jährlicher Bestandscheck vor der nächsten Prüfung
Bestandsübernahme
Für Betriebe mit gewachsenem Vertragsbestand aus mehreren Jahrzehnten
- Sichtung aller bestehenden Verträge und Zusagen im Betrieb, auch der mitgebrachten
- Klärung, welche Verträge fortgeführt, beitragsfrei gestellt oder übertragen werden
- Neue Umwandlungen einheitlich über das Versorgungswerk
- Prüfung, ob der Zuschuss von 15 Prozent auch bei Altzusagen seit 2022 korrekt läuft
- Übertragung von Anwartschaften nach Paragraf 4 BetrAVG, wo das rechtlich möglich ist
- Ein Ansprechpartner statt mehrerer Gesellschaften mit eigenen Fristen
Welche Bausteine in Gerabronn sinnvoll sind, klären wir im Gespräch. Maßgeblich sind die jeweiligen Versicherungsbedingungen.
Aus der Praxis
Drei Beispiele aus tarifgebundenen Betrieben zwischen Schwäbisch Hall, Crailsheim und dem Ostalbkreis.
Tariflicher Beitrag nicht eingesteuert
Ein Zulieferbetrieb aus der Metall- und Elektroindustrie bei Satteldorf hatte den tariflichen Arbeitgeberbeitrag jahrelang gezahlt, ihn aber als normalen Lohnbestandteil laufen lassen, statt ihn in die Versorgung zu geben. Bei einer Prüfung wurde das beanstandet. Ohne Korrektur wäre die Forderung mit jedem Jahr weiter gewachsen, und die Ansprüche der Beschäftigten wären zusätzlich tarifrechtlich durchsetzbar geblieben. Wir haben den Anschluss hergestellt, die Beiträge zugeordnet und die Lohnbuchhaltung umgestellt.
circa 26.000 Euro nachzusteuernde BeiträgeWechsel innerhalb der Branche
Ein Instandhalter wechselte von einem Maschinenbauer in Ilshofen zu einem Betrieb in Aalen, beide tarifgebunden und beide an dasselbe Versorgungswerk angeschlossen. Die Versorgung lief ohne Unterbrechung weiter, ein neuer Vertrag war nicht nötig. Bei unterschiedlichen Anbietern wäre der alte Vertrag mit hoher Wahrscheinlichkeit beitragsfrei liegen geblieben, mit entsprechend geringerer Rente. Für die Personalabteilung beim neuen Arbeitgeber blieb es bei einer Meldung.
circa 19.000 Euro fortgeführte AnwartschaftPflegeeinrichtung mit hoher Teilzeitquote
Ein Pflegeanbieter aus Crailsheim mit überwiegend Teilzeitkräften hatte eine Teilnahmequote von unter 15 Prozent bei der Entgeltumwandlung. Nach dem Anschluss an das Versorgungswerk der Branche und Beratungsterminen in Früh-, Spät- und Nachtschicht stieg die Beteiligung deutlich. Ausschlaggebend war für viele, dass die Kosten niedrig sind und schon 45 Euro im Monat über dreißig Jahre einen spürbaren Unterschied machen.
rund 45 Euro monatlicher DurchschnittsbeitragWas wir in Gerabronn sonst noch absichern
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Wir betreuen den gesamten Landkreis Schwäbisch Hall und die angrenzenden Kreise.
Fragen zu Versorgungswerke in Gerabronn
Unser Zulieferbetrieb im Gewerbegebiet Am Bahnhof hat den tariflichen Arbeitgeberbeitrag bisher einfach über den normalen Lohn laufen lassen, welche Pflichten haben wir jetzt gegenüber dem Versorgungswerk?
Ein Mitarbeiter aus unserem Betrieb im Gewerbegebiet Am Bahnhof wechselt zu einem nicht tarifgebundenen Arbeitgeber, was passiert mit seiner MetallRente-Anwartschaft?
Unsere Zahnarztpraxis in Gerabronn zahlt bereits ins berufsständische Versorgungswerk der Zahnärzte ein, überschneidet sich das mit einer tariflichen Werksversorgung für unsere angestellten Mitarbeiterinnen?
Wir beschäftigen im Gewerbegebiet Am Bahnhof auch Leiharbeiter und Aushilfen in Spitzenzeiten, müssen die ebenfalls ins Versorgungswerk einbezogen werden?
Der Demografiebetrag in der Chemie liegt seit 2017 unverändert bei 750 Euro im Jahr, wird der in den nächsten Tarifrunden angepasst?
Wer ist bei Ihnen für die betriebliche Vorsorge über Versorgungswerke in Gerabronn zuständig?
Wir haben in unserem Betrieb bei Gerabronn über Jahrzehnte verschiedene Altverträge angesammelt, droht da eine Doppelversicherung, wenn wir jetzt ans passende Versorgungswerk anschließen?
Unser Betrieb im Gewerbegebiet Am Bahnhof ist selbst nicht tarifgebunden, aber ein Teil der Belegschaft ist mit Ansprüchen aus einem anderen, tarifgebundenen Betrieb zu uns gekommen, brauchen wir trotzdem eine schriftliche Versorgungsordnung?
So läuft ein Termin in Gerabronn
Vom Büro in der Beethovenstraße 48 in Crailsheim sind es über Satteldorf und die B290 rund 25 Minuten nach Gerabronn, und wir sind ohnehin regelmäßig im nördlichen Kreis unterwegs. Termine auf dem Hof, im Betrieb Am Bahnhof oder am Küchentisch sind bei uns die Regel, nicht die Ausnahme. Für Gebäude, Hallen und Fuhrpark ist Oliver Hartmann zuständig, für Gesundheit und Vorsorge Dario Caeiro, bei Firmenkunden kommt Sebastian Hopf dazu. Am häufigsten geht es hier um Elementarschutz an den Talhängen, um zu niedrige Summen bei Fachwerk und um Wildschäden.
Versorgungswerke in Gerabronn: reden wir darüber
Ein Termin, eine ehrliche Einschätzung, ein Vorschlag der passt. Vom Büro in der Beethovenstraße 48 in Crailsheim sind es über Satteldorf und die B290 rund 25 Minuten nach Gerabronn.
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