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Gerabronn, Landkreis Schwäbisch Hall

Betriebliche Altersvorsorge in Gerabronn

Ob Sie in Gerabronn wohnen oder hier Ihren Betrieb führen, bei Betriebliche Altersvorsorge zählt am Ende, ob die Deckung zur Wirklichkeit passt. Das prüfen wir in einem Termin, kostenfrei.

EntgeltumwandlungBeratung in GerabronnAntwort in einem Werktag

Was in Gerabronn tatsächlich zählt

Starkregen an den TalhängenVon der Hochebene läuft Wasser bei Gewittern ungebremst in Richtung Jagst und Brettach ab.
Wildwechsel auf den VerbindungsstraßenDie Strecken nach Amlishagen, Dünsbach und ins Jagsttal führen durch Wald und an Feldrändern entlang.
Fachwerk und Scheunen im BestandIn den Teilorten stehen viele Gebäude aus dem 18.
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2 StandorteSchwäbisch Hall und Crailsheim
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Betriebliche Altersvorsorge in Gerabronn

In Gerabronn arbeiten die meisten Beschäftigten in kleinen Einheiten: Handwerk, Landwirtschaft, Praxen, Läden, dazu das Werk Am Bahnhof. In einem Betrieb mit zwölf Leuten wird eine Zusage persönlich zugeordnet, das zieht im Gespräch mit einem Bewerber, der sonst nach Crailsheim fahren würde. Wer den Pflichtzuschuss von 15 Prozent nur auf dem Papier führt, verschenkt je Mitarbeiter rund 480 Euro im Jahr. Wir richten die Versorgung so ein, dass sie bei einem Wechsel mitgeht.

Vor Ort

Worum es in Gerabronn bei diesem Thema geht

Gerabronn hat wenige große Arbeitgeber und dafür viele kleine Einheiten: Handwerk, Landwirtschaft, Praxen, Läden. Wer hier Leute halten will, konkurriert mit den Industrielöhnen in Crailsheim und Künzelsau, und beim Pflichtzuschuss auf die Entgeltumwandlung bleiben ohne Nachfrage je Mitarbeiter rund 480 Euro im Jahr liegen. Wir prüfen zuerst, was schon läuft, klären Zuschuss und spätere Verbeitragung und setzen die Zusage so auf, dass sie beim Wechsel mitgeht.

Auf der privaten Seite fallen die vielen Selbstständigen und Landwirte auf. Die landwirtschaftliche Alterskasse ersetzt kein Einkommen, und fällt der Betriebsleiter aus, fehlen im Haushalt schnell rund 1.500 Euro im Monat, während die Maschinenraten weiterlaufen. Wir rechnen mit dem aktuellen Bescheid durch, was tatsächlich ankommt, prüfen bei körperlicher Arbeit die Grundfähigkeitsversicherung als tragfähigere Alternative zur Berufsunfähigkeit und sichern bei einer Hofübergabe auch den Ehepartner ab.

Termine machen wir im Büro in Crailsheim, bei Ihnen vor Ort oder als Videotermin. Vom Büro in der Beethovenstraße 48 in Crailsheim sind es über Satteldorf und die B290 rund 25 Minuten nach Gerabronn.

Der Ort

Gerabronn, rund 4.500 Einwohner im Landkreis Schwäbisch Hall

Gerabronn liegt auf der Hohenloher Ebene, gut 20 Kilometer nordwestlich von Crailsheim. Der Kernort steht auf rund 440 Metern, doch das Stadtgebiet fällt nach Süden und Westen bis auf etwa 300 Meter in die Täler von Jagst und Brettach ab. Zur Stadt gehören neben dem Hauptort die früher selbstständigen Gemeinden Amlishagen, Dünsbach und Michelbach an der Heide, dazu eine ganze Reihe von Weilern und Höfen. Oben liegen weite Ackerflächen und Windräder, unten enge Waldhänge mit der Burg Amlishagen und Schloss Morstein. Mit rund 4.500 Einwohnern ist Gerabronn klein, hat aber Rathaus, Ärzte, Läden, Grundschule und ein Gymnasium und ist damit Anlaufpunkt für die Dörfer ringsum.

Wirtschaftlich hängt Gerabronn an zwei Standbeinen. Im Gewerbe und Industriegebiet Am Bahnhof sitzt ein Werk der Bürkert Werke, dazu kommen mittelständische Metallverarbeiter, Handwerk und Dienstleister. Das kleinere Gebiet Winterhöhe in Dünsbach ist belegt, eine Erweiterung ist im Gespräch. Das zweite Standbein ist die Landwirtschaft: Ackerbau, Milchvieh und Schweinehaltung prägen die Flächen zwischen den Teilorten, viele Betriebe verdienen zusätzlich mit Photovoltaik und Lohnarbeit. Wer nicht am Ort arbeitet, fährt nach Crailsheim, Ilshofen, Künzelsau oder Schwäbisch Hall. Das Gymnasium bringt zusätzlich Verkehr in den Ort, weil Schülerinnen und Schüler aus dem ganzen nördlichen Kreis hierher pendeln.

Starkregen an den Talhängen

Von der Hochebene läuft Wasser bei Gewittern ungebremst in Richtung Jagst und Brettach ab. In den tiefer gelegenen Ortslagen und an Hofstellen am Hang drückt es dann durch Kellerfenster und Lichtschächte. Ein ausgeräumtes, getrocknetes Untergeschoss mit Heizung, Elektrik und neuem Estrich kostet rund 20.000 Euro. Ohne Elementarschutz zahlt die Gebäudeversicherung davon keinen Cent.

Wildwechsel auf den Verbindungsstraßen

Die Strecken nach Amlishagen, Dünsbach und ins Jagsttal führen durch Wald und an Feldrändern entlang. In der Dämmerung queren Rehe und Wildschweine regelmäßig. Weil Radarsensor und Kamera heute hinter der Frontschürze sitzen, kostet ein Rehunfall an einem Mittelklassewagen rund 4.500 Euro statt wie früher 1.500 Euro. Wichtig ist, dass die Kaskodeckung nicht nur Haarwild, sondern Zusammenstöße mit Tieren allgemein einschließt.

Fachwerk und Scheunen im Bestand

In den Teilorten stehen viele Gebäude aus dem 18. und 19. Jahrhundert, oft mit Anbauten und alten Elektroleitungen. Die Wiederaufbauwerte liegen bei Fachwerk deutlich höher als der Neubauwert einer vergleichbaren Fläche. Wer die Versicherungssumme nie angepasst hat, muss im Brandfall mit einer Kürzung von rund 40 Prozent rechnen, bei einem Gebäudewert von circa 500.000 Euro also mit 200.000 Euro aus eigener Tasche.

Zulieferbetriebe und Betriebsunterbrechung

Metallverarbeitung und Zulieferung leben von Lieferterminen. Fällt eine Maschine oder eine Halle im Gebiet Am Bahnhof aus, stehen Aufträge und Umsätze still, während Löhne und Kredite weiterlaufen. Vier Wochen Stillstand kosten einen Betrieb mit 30 Beschäftigten rund 200.000 Euro Deckungsbeitrag. Die Betriebsunterbrechung ist hier fast immer der größere Schaden als das zerstörte Gerät selbst.

Leistungen

Die fünf Durchführungswege und was sie unterscheidet

Das Betriebsrentengesetz kennt fünf Wege, eine Zusage zu erfüllen. Sie unterscheiden sich darin, wer die Leistung erbringt, wie sie in Ihrer Bilanz auftaucht und wie viel Verwaltung entsteht. Für die meisten mittelständischen Betriebe ist die Direktversicherung der richtige Weg: bilanzneutral, wenig Aufwand, klar geregelt. Bei höheren Versorgungen oder bei der Geschäftsführung kommen andere Wege ins Spiel, allein weil die steuerfreien Höchstbeträge nach Paragraf 3 Nr. 63 EStG bei 8.112 Euro im Jahr enden. Wir gehen die Wege mit Ihnen durch und entscheiden nicht nach Gewohnheit, sondern nach Beteiligungsstruktur, Bilanz und Versorgungshöhe.

Das ist abgesichert

  • Direktversicherung: Sie sind Versicherungsnehmer, der Mitarbeitende ist versicherte Person und bezugsberechtigt, die Bilanz bleibt unberührt
  • Pensionskasse: rechtlich selbstständige Versorgungseinrichtung, häufig Grundlage tariflicher Versorgungswerke in Industrie und Handwerk
  • Pensionsfonds: größere Anlagefreiheit in Aktien, deshalb der übliche Weg für die Auslagerung bestehender Pensionszusagen aus der Bilanz
  • Unterstützungskasse: keine betragsmäßige Begrenzung durch Paragraf 3 Nr. 63 EStG, deshalb der Weg für Versorgungsbeiträge oberhalb von 8.112 Euro im Jahr
  • Direktzusage: Sie sagen die Leistung unmittelbar zu und bilden dafür eine Rückstellung nach Paragraf 6a EStG in Ihrer Bilanz
  • Absicherung von Invalidität über eine eingeschlossene Berufsunfähigkeitsrente oder mindestens eine Beitragsbefreiung
  • Hinterbliebenenleistung für Ehepartner, Lebensgefährten und Kinder nach den Vorgaben des Betriebsrentengesetzes
  • Arbeitgeberzuschuss von mindestens 15 Prozent auf umgewandeltes Entgelt, soweit Sie dadurch Sozialversicherungsbeiträge einsparen
  • Versorgungsordnung, Zusagedokumente und Nachträge als Grundlage für Lohnbuchhaltung, Betriebsprüfung und Streitfall

Das ist nicht abgesichert

  • Beiträge oberhalb von 8.112 Euro im Jahr sind über Paragraf 3 Nr. 63 EStG nicht mehr steuerfrei, dafür braucht es einen anderen Durchführungsweg
  • Zwischen 4.056 und 8.112 Euro besteht Steuerfreiheit, aber keine Sozialversicherungsfreiheit, diese Grenze wird in Lohnabrechnungen regelmäßig verwechselt
  • Die Einstandspflicht des Arbeitgebers entfällt nicht dadurch, dass ein Versorgungsträger eingeschaltet wird
  • Rein private Verträge Ihrer Mitarbeitenden fallen nicht unter die betriebliche Altersvorsorge, auch wenn Sie sich mit einem Zuschuss beteiligen
  • Eine mündliche Zusage ohne schriftliche Grundlage lässt sich nach fünfzehn Jahren nicht mehr nachweisen und führt regelmäßig zu Streit
  • Zusagen an einzelne Personen ohne sachliche Begründung sind über den Gleichbehandlungsgrundsatz angreifbar und lösen Ansprüche der übrigen Belegschaft aus
  • Erdiente und unverfallbare Anwartschaften lassen sich praktisch nicht mehr kürzen, auch nicht in wirtschaftlich schwierigen Jahren
Ausbaustufen

Modelle, mit denen Betriebe in der Region arbeiten

Drei Ausbaustufen, die sich in der Praxis bewährt haben. Sie lassen sich kombinieren und schrittweise erweitern, ohne dass bestehende Zusagen angetastet werden müssen.

Pflichtmodell

Für Betriebe bis etwa 30 Beschäftigte, die den gesetzlichen Rahmen sauber erfüllen wollen

  • Entgeltumwandlung über eine Direktversicherung als einheitlichen Weg für alle Neuzugänge
  • Gesetzlicher Arbeitgeberzuschuss von 15 Prozent korrekt berechnet und im Vertrag abgebildet
  • Ausschöpfung der Steuerfreiheit nach Paragraf 3 Nr. 63 EStG bis 8.112 Euro im Jahr
  • Schriftliche Versorgungsordnung mit klaren Teilnahmeregeln und Widerrufsvorbehalten
  • Ablauf für Eintritt, Austritt, Elternzeit und lange Krankheit schriftlich definiert
  • Bestandsaufnahme aller vorhandenen Verträge, auch der mitgebrachten
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Am häufigsten gewählt

Arbeitgebermodell

Der Standard für Betriebe ab 30 Beschäftigten im Wettbewerb um Fachkräfte

  • Arbeitgeberfinanzierter Grundbaustein für alle, üblich sind 25 bis 100 Euro je Kopf und Monat
  • Matching-Modell: Sie erhöhen den Zuschuss, wenn der Mitarbeitende selbst umwandelt
  • Staffelung nach Betriebszugehörigkeit als Bindungsinstrument, etwa ab dem dritten und ab dem zehnten Jahr
  • Einschluss von Berufsunfähigkeit und Hinterbliebenenleistung in die Zusage
  • Beratungstermine für die Belegschaft im Betrieb, auch in Früh- und Spätschicht
  • Digitale Verwaltung und eine einheitliche Beitragsliste für die Lohnbuchhaltung
  • Jährlicher Bestandscheck vor der Betriebsprüfung
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Kombimodell

Für Führungskräfte, Geschäftsführung und Versorgungen über 8.112 Euro im Jahr

  • Direktversicherung bis zur steuerlichen Grenze, darüber Unterstützungskasse ohne Betragsbegrenzung
  • Eigene Versorgungsstufe für Führungskräfte und Geschäftsführung
  • Prüfung von Erdienbarkeit und Angemessenheit bei Zusagen an Gesellschafter-Geschäftsführer
  • Abstimmung mit Steuerberater und Wirtschaftsprüfer vor jeder Unterschrift
  • Anbindung an ein tarifliches Versorgungswerk, wo ein Tarifvertrag gilt
  • Konzept für die spätere Auslagerung bestehender Pensionszusagen aus der Bilanz
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Welche Bausteine in Gerabronn sinnvoll sind, klären wir im Gespräch. Maßgeblich sind die jeweiligen Versicherungsbedingungen.

Aus der Praxis

Aus der Praxis

Drei Situationen, wie sie uns in Betrieben der Region regelmäßig begegnen.

Vergessener Arbeitgeberzuschuss

Ein Zerspanungsbetrieb bei Ilshofen mit 34 Mitarbeitenden hatte die Entgeltumwandlung seit Jahren laufen, den gesetzlichen Zuschuss von 15 Prozent aber nur bei Neuverträgen berücksichtigt. Bei einer Prüfung wurden die Altzusagen ab 2022 nachgefordert. Ohne Korrektur wäre die Forderung mit jedem weiteren Jahr gewachsen, und die Ansprüche der Mitarbeitenden wären zusätzlich arbeitsrechtlich durchsetzbar geblieben. Wir haben den Bestand aufgearbeitet, Nachträge erstellt und die Beitragslisten umgestellt.

circa 11.000 Euro Nachzahlung

Zwölf Gesellschaften, ein Ordner

Ein Logistikunternehmen aus Crailsheim verwaltete Verträge bei zwölf Anbietern, entstanden über Jahre durch mitgebrachte Verträge. Jede Änderung kostete die Personalabteilung Stunden. Wir haben die Bestände gesichtet, neue Zusagen auf einen Weg gebündelt und eine Versorgungsordnung erstellt. Ohne diesen Schritt wäre der Aufwand mit jeder Einstellung weiter gestiegen. Der Verwaltungsaufwand ging nach Einschätzung der Personalleitung um mehr als die Hälfte zurück.

rund 40 Arbeitsstunden im Jahr gespart

Zusage als Argument in der Einstellung

Ein Familienbetrieb aus der Verpackungstechnik in Schwäbisch Hall suchte über sieben Monate einen Elektroniker. Wir haben einen arbeitgeberfinanzierten Grundbaustein für alle Mitarbeitenden eingeführt, ergänzt um ein Matching bei eigener Umwandlung. Die Stelle wurde im zweiten Anlauf besetzt, und zwei langjährige Mitarbeitende haben ihre eigene Umwandlung daraufhin erhöht. Sieben Monate Vakanz kosten in dieser Position ein Vielfaches des Jahresbeitrags.

circa 600 Euro jährlicher Arbeitgeberbeitrag je Kopf
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Was wir in Gerabronn sonst noch absichern

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Für Privatkunden in Gerabronn

Häufige Fragen

Fragen zu Betriebliche Altersvorsorge in Gerabronn

Unser Zulieferbetrieb im Gewerbegebiet Am Bahnhof hat elf Beschäftigte. Was kostet uns eine betriebliche Altersvorsorge tatsächlich?
Die Entgeltumwandlung selbst belastet Ihre Kasse nicht, sie kommt aus dem Bruttolohn der Mitarbeitenden. Ihr eigener Aufwand ist der gesetzliche Zuschuss von mindestens 15 Prozent, der sich meist aus eingesparten Sozialversicherungsbeiträgen finanziert. Wandelt jemand 150 Euro im Monat um, zahlen Sie rund 22 Euro Zuschuss dazu. Führen Sie zusätzlich einen arbeitgeberfinanzierten Grundbaustein ein, etwa 40 Euro je Kopf, kommen bei elf Beschäftigten rund 5.280 Euro im Jahr zusammen. Wie hoch der Baustein ausfällt, hängt von Belegschaftsstruktur und Wettbewerb um Fachkräfte ab.
In unserem kleinen Betrieb im Gewerbegebiet Winterhöhe bei Dünsbach sind auch Aushilfen beschäftigt. Welche Versorgungshöhe ist für die Zusage überhaupt sinnvoll?
Bei Aushilfen mit befristetem Vertrag lohnt sich meist kein hoher Baustein, weil die Zusage ohnehin erst nach drei Jahren unverfallbar wird. Für die Stammbelegschaft im Gewerbegebiet Winterhöhe empfehlen wir eine Zielrente, die zusammen mit der gesetzlichen Rente etwa 80 Prozent des letzten Nettoeinkommens erreicht. Bei einem Facharbeiter mit 2.800 Euro netto sind das rund 2.240 Euro im Monat. Fehlt zusätzlich eine Berufsunfähigkeitsrente in der Zusage, sollte diese Lücke separat geschlossen werden, gerade bei körperlicher Arbeit.
Unsere Schreinerei liegt an der Straße nach Amlishagen. Was ist bei der Direktversicherung eigentlich nicht mitversichert?
Die Direktversicherung sichert im Kern nur die Altersleistung ab, nicht automatisch mehr. Ist keine Berufsunfähigkeitsrente eingeschlossen, zahlt der Vertrag bei Invalidität nichts, was gerade in einer Schreinerei mit Maschinenarbeit ein reales Risiko ist. Pflege ist ebenfalls nie enthalten. Beiträge oberhalb von 8.112 Euro im Jahr sind über Paragraf 3 Nr. 63 EStG nicht mehr steuerfrei, dafür braucht es einen anderen Durchführungsweg. Und Ihre Einstandspflicht als Arbeitgeber entfällt nicht dadurch, dass ein Versicherer dazwischensteht.
Auf unserer Hofstelle im Jagsttal beschäftigen wir seit Kurzem eine Mitarbeiterin im Hofladen. Ab wann ist ihre Zusage eigentlich unverfallbar?
Seit 2018 wird eine Zusage nach drei Jahren Betriebszugehörigkeit unverfallbar, ohne dass ein Mindestalter mehr verlangt wird. Scheidet Ihre Mitarbeiterin vorher aus, bekommt sie nur die eingezahlten Beiträge zurück, danach bleibt der volle Anspruch bestehen, auch wenn sie zu einem anderen Betrieb im Jagsttal wechselt. Eine Wartezeit wie in der privaten Krankenversicherung kennt die betriebliche Altersvorsorge nicht, wohl aber Fristen für Elternzeit oder lange Krankheit, die in der Versorgungsordnung geregelt sein sollten.
Ein Auszubildender aus unserem Handwerksbetrieb nahe dem Gymnasium möchte schon im ersten Lehrjahr einen Teil seiner Vergütung umwandeln. Müssen wir das zulassen?
Ja, der Anspruch auf Entgeltumwandlung nach Paragraf 1a BetrAVG gilt auch für Auszubildende, es gibt keine Wartezeit und keine Mindestvergütung dafür. Sie dürfen den Durchführungsweg festlegen, aber die Umwandlung selbst nicht verweigern. Pflicht ist außerdem der Zuschuss von mindestens 15 Prozent. Bei einer Betriebsprüfung verlangt die Deutsche Rentenversicherung Nachweise, dass der Zuschuss tatsächlich im Vertrag ankommt und nicht nur auf dem Papier zugesagt wurde.
Ich bin selbstständige Landwirtin bei Michelbach an der Heide. Kann ich für mich selbst auch eine betriebliche Altersvorsorge abschließen?
Als Einzelunternehmerin fallen Sie nicht unter das Betriebsrentengesetz, das gilt nur für Arbeitnehmer. Für sich selbst kommen stattdessen die Basisrente oder eine private Rentenversicherung infrage, bei Familienbetrieben auch eine Zusage über die eigene GmbH, falls eine existiert. Beschäftigen Sie selbst Mitarbeitende, etwa im Hofladen, können Sie für die aber sehr wohl eine Direktversicherung einrichten. Die landwirtschaftliche Alterskasse allein reicht als Versorgung meist nicht aus, wir rechnen das anhand Ihres aktuellen Bescheids durch.
Ein ehemaliger Mitarbeiter aus unserem Betrieb an der B290 fordert nachträglich eine höhere Betriebsrente. Landet das vor dem normalen Zivilgericht?
Nein, Streitigkeiten um Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis, wozu auch die betriebliche Altersvorsorge zählt, werden vor dem zuständigen Arbeitsgericht verhandelt. Solche Verfahren entstehen in der Praxis fast immer, weil die Versorgungsordnung ungenau formuliert war oder eine Zusage nur mündlich bestand. Erdiente und unverfallbare Anwartschaften lassen sich später kaum noch kürzen, deshalb lohnt sich eine schriftliche, eindeutige Grundlage von Anfang an mehr als jede nachträgliche Korrektur vor Gericht.
Ein neuer Mitarbeiter aus Crailsheim bringt bei uns in Gerabronn gleich drei alte Verträge zur Altersvorsorge mit. Können wir die einfach übernehmen?
Übernehmen im Sinne von Fortführen können Sie, aber gebündelt werden sollten sie trotzdem. Häufig laufen die alten Verträge bei unterschiedlichen Anbietern und Durchführungswegen, das treibt später den Verwaltungsaufwand in der Lohnbuchhaltung hoch. Wir prüfen, ob sich Verträge auf einen Weg zusammenführen lassen, ob der bisherige Arbeitgeberzuschuss korrekt war und ob eine Doppelversorgung besteht, die Sie doppelt zahlen lassen würde. Eine gute Versorgungsordnung legt von Anfang an fest, wie mitgebrachte Zusagen behandelt werden.
Beratung vor Ort

So läuft ein Termin in Gerabronn

Vom Büro in der Beethovenstraße 48 in Crailsheim sind es über Satteldorf und die B290 rund 25 Minuten nach Gerabronn, und wir sind ohnehin regelmäßig im nördlichen Kreis unterwegs. Termine auf dem Hof, im Betrieb Am Bahnhof oder am Küchentisch sind bei uns die Regel, nicht die Ausnahme. Für Gebäude, Hallen und Fuhrpark ist Oliver Hartmann zuständig, für Gesundheit und Vorsorge Dario Caeiro, bei Firmenkunden kommt Sebastian Hopf dazu. Am häufigsten geht es hier um Elementarschutz an den Talhängen, um zu niedrige Summen bei Fachwerk und um Wildschäden.

Betriebliche Altersvorsorge in Gerabronn: reden wir darüber

Ein Termin, eine ehrliche Einschätzung, ein Vorschlag der passt. Vom Büro in der Beethovenstraße 48 in Crailsheim sind es über Satteldorf und die B290 rund 25 Minuten nach Gerabronn.

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