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Backnang, Rems-Murr-Kreis

Versorgungswerke in Backnang

Wer in Backnang nach Versorgungswerke sucht, will meistens keine Broschüre, sondern eine klare Auskunft: Was ist abgedeckt, was kostet es, und wer kümmert sich, wenn etwas passiert. Genau darauf richten wir das Gespräch aus.

MetallRenteBeratung in BacknangAntwort in einem Werktag

Was in Backnang tatsächlich zählt

Murr und Weissach nach StarkregenBeide Gewässer reagieren binnen Stunden auf Gewitter in den Löwensteiner Bergen, weil die Hänge das Wasser rasch abgeben.
Alte Substanz im GerberviertelDie Gebäude am Wasser sind teilweise mehrere hundert Jahre alt, eng gestellt und im Lauf der Zeit vielfach umgebaut worden.
Technologische Abhängigkeit einzelner BranchenNachrichtentechnik und Satellitenkommunikation sind starke Standbeine, aber sie hängen an großen Projekten und langen.
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Versorgungswerke in Backnang

Ärzte an der Backnanger Klinik der Rems-Murr-Kliniken, Anwälte am hiesigen Amtsgericht und Architekten mit eigenem Büro zahlen in ein berufsständisches Versorgungswerk statt in die Rentenkasse. Dessen Berufsunfähigkeitsschutz setzt in der Regel erst ein, wenn der Beruf vollständig aufgegeben wird, halbe Sachen kennt die Satzung nicht. Wir lesen Ihre konkrete Satzung und legen eine private Absicherung von rund 3.000 Euro Monatsrente darüber, die früher greift.

Vor Ort

Worum es in Backnang bei diesem Thema geht

Die Backnanger Arbeitgeberlandschaft ist gemischt: einige größere technologiegeprägte Häuser mit bestehender Versorgungszusage, daneben viele mittelständische Betriebe und Handwerksunternehmen, in denen die betriebliche Altersvorsorge ganz fehlt oder beim gesetzlichen Mindestzuschuss endet. Wer Mitarbeiter halten will, die mit der S3 in gut vierzig Minuten in Stuttgart wären, braucht mehr als das, und eine Direktversicherung mit rund 20 Prozent Zuschuss kostet Sie nach Steuer- und Sozialabgabenersparnis deutlich weniger als eine Lohnerhöhung derselben Höhe. Wir rechnen beide Wege nebeneinander aus.

Für Inhaber selbst geht es um Geschäftsführerversorgung, Absicherung des Betriebs beim Ausfall des Chefs und eine Unfallversicherung, die auch die Freizeit abdeckt. Wer täglich über die B14 pendelt oder mit der Murrbahn nach Stuttgart fährt, sollte zusätzlich die Arbeitskraft absichern, denn die gesetzliche Erwerbsminderungsrente liegt oft bei nur rund 900 Euro im Monat. Wir rechnen ohne Standardpaket, zeigen Ihnen die Lücke in Euro und kommen dafür zu Ihnen nach Backnang, auf Wunsch auch abends.

Termine machen wir im Büro in Schwäbisch Hall, bei Ihnen vor Ort oder als Videotermin. Über die B14 durch das Murrtal sind es vom Büro in der Weilerwiese rund 35 Minuten. Für Termine kommen wir nach Backnang, es fährt auch die Murrbahn direkt.

Der Ort

Backnang, rund 38.000 Einwohner im Rems-Murr-Kreis

Backnang liegt im Murrtal, dort wo die Weissach in die Murr mündet, und hat rund 38.000 Einwohner. Die Stadt schiebt sich vom Talboden an den Hängen hoch, was das Stadtbild bis heute prägt: Die Altstadt sitzt auf einem Sporn über dem Fluss, darunter zieht sich das alte Gerberviertel entlang des Wassers. Zur Kernstadt gehören Steinbach, Waldrems, Maubach, Heiningen und Strümpfelbach. Ringsum liegen Wald, Streuobstwiesen und die Ausläufer der Backnanger Bucht, im Osten beginnen die Löwensteiner Berge und die Berglen. Als Mittelzentrum versorgt Backnang ein Einzugsgebiet von etwa 120.000 Menschen, entsprechend belebt ist die Innenstadt.

Die Wirtschaftsgeschichte von Backnang hat zwei große Kapitel. Das erste ist die Gerberei: Um 1900 arbeiteten hier über hundert Gerbermeister mit ihren Gesellen, das Leder ging in die ganze Welt. Nach dem Zweiten Weltkrieg brach diese Branche weg, geblieben sind das Gerberviertel und mit Kerling International ein Unternehmen aus der Lederchemie. Das zweite Kapitel ist die Nachrichtentechnik. Aus dem früheren AEG-Standort entstand ein Cluster, das heute von Ericsson, telent und Tesat-Spacecom mit Technik für Satellitenkommunikation getragen wird. Dazu kommt d und b audiotechnik mit professioneller Beschallungstechnik. Im Industrie- und Gewerbegebiet Lerchenäcker sitzen Zulieferer, Logistik und Handwerk. Mehr Menschen pendeln nach Backnang hinein als heraus.

Murr und Weissach nach Starkregen

Beide Gewässer reagieren binnen Stunden auf Gewitter in den Löwensteiner Bergen, weil die Hänge das Wasser rasch abgeben. In der Talsohle stehen dann Keller, Werkstätten und Ladenlokale unter Wasser. Ein ausgeräumter und neu ausgebauter Keller kostet rund 15.000 Euro, eine überflutete Werkstatt mit Maschinen und Warenbestand eher rund 150.000 Euro. Elementarschutz und eine funktionierende Rückstausicherung sind in Backnang wichtiger als in vielen Nachbarorten.

Alte Substanz im Gerberviertel

Die Gebäude am Wasser sind teilweise mehrere hundert Jahre alt, eng gestellt und im Lauf der Zeit vielfach umgebaut worden. Alte Leitungen, verwinkelte Dachstühle und Holzsubstanz erhöhen das Brand- und Leitungswasserrisiko, und ein Leitungswasserschaden in denkmalgeschützter Substanz erreicht schnell rund 80.000 Euro. Die Versicherungssumme sollte den tatsächlichen Wiederaufbauwert abbilden, nicht einen fortgeschriebenen Altwert.

Technologische Abhängigkeit einzelner Branchen

Nachrichtentechnik und Satellitenkommunikation sind starke Standbeine, aber sie hängen an großen Projekten und langen Entwicklungszyklen. Für Zulieferer und Dienstleister im Umfeld heißt das schwankende Auslastung und wenige, dafür große offene Rechnungen. Bei einer Marge von rund 5 Prozent frisst ein Ausfall von rund 50.000 Euro den Gewinn aus einer Million Euro Umsatz. Forderungsausfall, Betriebsunterbrechung und eine belastbare Cyberdeckung sind hier keine theoretischen Themen.

B14 durch das Murrtal

Die B14 ist die Hauptachse zwischen Stuttgart und Schwäbisch Hall und entsprechend belastet, mit Steigungen, Kurven und wechselnden Geschwindigkeiten. Im Winter kommen Glätte in den Waldabschnitten und Wildwechsel bei Oppenweiler und Sulzbach dazu. Ein Zusammenstoß mit einem Reh kostet an einem Mittelklassewagen rund 3.500 Euro, ein Auffahrschaden im zähen Berufsverkehr Richtung Winnenden meist mehr. Kaskoschutz ohne Beschränkung auf Haarwild lohnt sich hier.

Leistungen

Die wichtigsten Versorgungswerke im Überblick

Für Betriebe in Backnang ergibt sich das zuständige Versorgungswerk aus der Branche, nicht aus der Wahl des Arbeitgebers. Welches Versorgungswerk für Sie zuständig ist, ergibt sich aus Ihrer Branche und dem geltenden Tarifvertrag, nicht aus dem, was üblicherweise passt. Wir prüfen das anhand Ihrer Verbandsmitgliedschaft, einer möglichen Allgemeinverbindlichkeit und der Bezugnahmeklauseln in Ihren Arbeitsverträgen. In der Region sind vor allem vier Werke relevant, weil sie die hier starken Branchen abdecken: Metall und Elektro, Gesundheitswesen, Medien und Chemie. Daneben gibt es weitere branchenbezogene Lösungen, etwa im Baugewerbe und im öffentlichen Dienst, die eigenen Regeln folgen und die wir bei Bedarf mit prüfen.

Das ist abgesichert

  • MetallRente als Versorgungswerk der Tarifpartner der Metall- und Elektroindustrie, offen auch für Stahl, Textil und Bekleidung, Holz und Kunststoff sowie die ITK-Branche
  • MetallRente mit drei Durchführungswegen: Direktversicherung, Pensionsfonds und Unterstützungskasse, jeweils mit wählbarem Garantieniveau
  • Altersvorsorgewirksame Leistungen, in vielen Tarifgebieten 26,59 Euro im Monat für Vollzeitbeschäftigte, die statt in einen Sparvertrag in die Versorgung fließen können
  • KlinikRente für Kliniken, Pflegeeinrichtungen, Rehabilitation und weitere Betriebe der Gesundheits- und Sozialwirtschaft
  • Presseversorgung für Verlage, Redaktionen, Journalistinnen und Journalisten sowie angrenzende Medienbetriebe
  • Tarifliche Altersvorsorge der chemischen Industrie über den Verbandsrahmenvertrag, umgesetzt als Direktversicherung
  • Demografiebetrag von 750 Euro im Jahr je Vollzeitbeschäftigtem nach dem Tarifvertrag Lebensarbeitszeit und Demografie, verwendbar unter anderem für die Altersvorsorge
  • Entgeltumwandlung nach Paragraf 1a BetrAVG innerhalb der tariflich vorgesehenen Wege
  • Arbeitgeberzuschuss von mindestens 15 Prozent, soweit der Tarifvertrag nicht ohnehin mehr vorsieht
  • Berufsunfähigkeitsschutz und Hinterbliebenenleistungen als wählbare Bausteine der meisten Werke
  • Verwaltung über zentrale Portale mit einheitlichen Meldewegen für Eintritt, Austritt, Elternzeit und Krankheit

Das ist nicht abgesichert

  • Ein Versorgungswerk ersetzt keine Versorgungsordnung, die Regeln für Ihren Betrieb müssen trotzdem schriftlich stehen
  • Freiwillige Zusatzzusagen über den Tarif hinaus sind nicht automatisch Teil des Werks und brauchen eine eigene, klar getrennte Grundlage
  • Die Einstandspflicht des Arbeitgebers nach Paragraf 1 Absatz 1 Satz 3 BetrAVG entfällt auch beim Anschluss an ein Werk nicht
  • Die Versorgung der Geschäftsführung und außertariflicher Angestellter läuft in der Regel nicht über das tarifliche Werk
  • Beiträge oberhalb der steuerlich geförderten Grenzen von 8.112 Euro im Jahr sind auch im Versorgungswerk nicht steuerfrei
  • Nicht jede Branche hat ein Versorgungswerk, ohne Tarifbindung gelten die allgemeinen Regeln des Betriebsrentengesetzes
  • Ein tarifliches Versorgungswerk hat nichts mit einem berufsständischen Versorgungswerk für Ärzte oder Architekten zu tun, das ist eine andere Einrichtung
Ausbaustufen

Wege in ein Versorgungswerk

Je nach Tarifbindung und Ausgangslage sieht die Umsetzung unterschiedlich aus. Diese drei Modelle beschreiben, was in der Region am häufigsten vorkommt.

Tarifliche Pflichtumsetzung

Für Betriebe mit klarer Tarifbindung, die den Rahmen sauber erfüllen wollen

  • Prüfung des geltenden Tarifvertrags und der daraus folgenden Pflichten, auch bei Nachwirkung
  • Anschluss an das zuständige Versorgungswerk der Branche
  • Tarifliche Arbeitgeberbeiträge korrekt in der Lohnabrechnung abgebildet und in die Versorgung eingesteuert
  • Entgeltumwandlung über den tariflich vorgesehenen Durchführungsweg
  • Meldewege für Eintritt, Austritt, Elternzeit und Krankheit im Personalbüro eingerichtet
  • Dokumentation für Betriebsrat und Betriebsprüfung
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Am häufigsten gewählt

Werk plus Arbeitgeberbaustein

Für tarifgebundene Betriebe, die sich im Wettbewerb um Fachkräfte abheben wollen

  • Tarifliche Grundversorgung über das Versorgungswerk der Branche
  • Freiwilliger Arbeitgeberbeitrag über die tarifliche Pflicht hinaus, üblich sind 25 bis 50 Euro je Kopf und Monat
  • Matching-Modell: Der Betrieb erhöht den Zuschuss, wenn der Mitarbeitende selbst umwandelt
  • Einschluss von Berufsunfähigkeit und Hinterbliebenenschutz
  • Beratungstermine für die Belegschaft im Betrieb, auch in Früh-, Spät- und Nachtschicht
  • Versorgungsordnung, die tarifliche Pflicht und freiwillige Leistung sauber trennt
  • Jährlicher Bestandscheck vor der nächsten Prüfung
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Bestandsübernahme

Für Betriebe mit gewachsenem Vertragsbestand aus mehreren Jahrzehnten

  • Sichtung aller bestehenden Verträge und Zusagen im Betrieb, auch der mitgebrachten
  • Klärung, welche Verträge fortgeführt, beitragsfrei gestellt oder übertragen werden
  • Neue Umwandlungen einheitlich über das Versorgungswerk
  • Prüfung, ob der Zuschuss von 15 Prozent auch bei Altzusagen seit 2022 korrekt läuft
  • Übertragung von Anwartschaften nach Paragraf 4 BetrAVG, wo das rechtlich möglich ist
  • Ein Ansprechpartner statt mehrerer Gesellschaften mit eigenen Fristen
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Welche Bausteine in Backnang sinnvoll sind, klären wir im Gespräch. Maßgeblich sind die jeweiligen Versicherungsbedingungen.

Aus der Praxis

Aus der Praxis

Drei Beispiele aus tarifgebundenen Betrieben zwischen Schwäbisch Hall, Crailsheim und dem Ostalbkreis.

Tariflicher Beitrag nicht eingesteuert

Ein Zulieferbetrieb aus der Metall- und Elektroindustrie bei Satteldorf hatte den tariflichen Arbeitgeberbeitrag jahrelang gezahlt, ihn aber als normalen Lohnbestandteil laufen lassen, statt ihn in die Versorgung zu geben. Bei einer Prüfung wurde das beanstandet. Ohne Korrektur wäre die Forderung mit jedem Jahr weiter gewachsen, und die Ansprüche der Beschäftigten wären zusätzlich tarifrechtlich durchsetzbar geblieben. Wir haben den Anschluss hergestellt, die Beiträge zugeordnet und die Lohnbuchhaltung umgestellt.

circa 26.000 Euro nachzusteuernde Beiträge

Wechsel innerhalb der Branche

Ein Instandhalter wechselte von einem Maschinenbauer in Ilshofen zu einem Betrieb in Aalen, beide tarifgebunden und beide an dasselbe Versorgungswerk angeschlossen. Die Versorgung lief ohne Unterbrechung weiter, ein neuer Vertrag war nicht nötig. Bei unterschiedlichen Anbietern wäre der alte Vertrag mit hoher Wahrscheinlichkeit beitragsfrei liegen geblieben, mit entsprechend geringerer Rente. Für die Personalabteilung beim neuen Arbeitgeber blieb es bei einer Meldung.

circa 19.000 Euro fortgeführte Anwartschaft

Pflegeeinrichtung mit hoher Teilzeitquote

Ein Pflegeanbieter aus Crailsheim mit überwiegend Teilzeitkräften hatte eine Teilnahmequote von unter 15 Prozent bei der Entgeltumwandlung. Nach dem Anschluss an das Versorgungswerk der Branche und Beratungsterminen in Früh-, Spät- und Nachtschicht stieg die Beteiligung deutlich. Ausschlaggebend war für viele, dass die Kosten niedrig sind und schon 45 Euro im Monat über dreißig Jahre einen spürbaren Unterschied machen.

rund 45 Euro monatlicher Durchschnittsbeitrag
Alle Sparten in Backnang

Was wir in Backnang sonst noch absichern

Alle Themen mit direktem Ortsbezug. Sie müssen nicht auf eine allgemeine Seite wechseln.

Für Unternehmen in Backnang

Betriebliche Krankenversicherung in Backnang

Gesundheitsbudget für Ihre Mitarbeitenden, steuerlich attraktiv und ein starkes Argument im Wettbewerb um Fachkräfte.

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Betriebliche Altersvorsorge in Backnang

Entgeltumwandlung, Zuschusspflicht und Durchführungswege sauber aufgesetzt, für Betriebe jeder Größe.

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Geschäftsführerversorgung in Backnang

Versorgungszusagen für GmbH-Geschäftsführer, bilanzsicher gestaltet und steuerlich durchgerechnet.

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Versorgungswerke in Backnang

MetallRente, KlinikRente, Presseversorgung und ChemieVersorgung tarifkonform umgesetzt.

Sie sind hier

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Für Privatkunden in Backnang

Häufige Fragen

Fragen zu Versorgungswerke in Backnang

Wir sind ein Zulieferer im Gewerbegebiet Lerchenäcker mit 40 Beschäftigten. Was kostet uns ein Versorgungswerk im Jahr?
Der Anschluss an das Werk kostet keine Aufnahmegebühr. Gezahlt werden der tariflich geschuldete Arbeitgeberbeitrag, der Zuschuss von mindestens 15 Prozent auf umgewandeltes Entgelt und ein freiwilliger Betrag, falls Sie einen setzen. Bei 40 Beschäftigten und 25 Euro freiwilligem Zuschuss je Kopf sind das 12.000 Euro im Jahr, steuerlich als Betriebsausgabe abziehbar. Die Höhe hängt an Tarifbindung, Umwandlungsquote und Entgeltniveau. Der einmalige Aufwand im Personalbüro liegt bei wenigen Tagen.
Welcher Beitrag ergibt Sinn, damit für unsere Facharbeiter am Ende wirklich etwas herauskommt?
Wir rechnen vom Ziel her, nicht vom Budget. Wer mit 30 Jahren startet und 150 Euro im Monat einzahlt, landet je nach Garantieniveau und Verlauf bei einem Vielfachen dessen, was 50 Euro bringen. Für die Belegschaft in den Nachrichtentechnikbetrieben rund um den früheren AEG-Standort nehmen wir die Renteninformation als Ausgangspunkt, ziehen die Lücke ab und legen Umwandlung und Arbeitgeberanteil so, dass ein realistischer Teil davon gedeckt ist. Bei Teilzeit rechnen wir anteilig, sonst stimmt die Zahl nicht.
Wir sind ein tarifgebundener Betrieb aus der Lederchemie im Murrtal. Was deckt das Versorgungswerk bei uns nicht ab?
Drei Dinge fallen regelmäßig heraus. Die Versorgung der Geschäftsführung und außertariflicher Angestellter läuft nicht über das tarifliche Werk, dafür bauen wir eine eigene Zusage. Freiwillige Leistungen über den Tarif hinaus brauchen eine getrennte schriftliche Grundlage, sonst vermischen sie sich mit der Pflicht. Beiträge oberhalb von 8.112 Euro im Jahr sind auch hier nicht steuerfrei. Die Einstandspflicht nach Paragraf 1 Absatz 1 Satz 3 BetrAVG bleibt außerdem bei Ihnen, egal wer verwaltet.
Ab wann gehört das Geld unseren Leuten, wenn jemand nach zwei Jahren mit der S3 nach Stuttgart abwandert?
Umgewandeltes Entgelt ist von der ersten Stunde an unverfallbar, das ist Ihr Geld nicht mehr. Für rein arbeitgeberfinanzierte Zusagen gilt die gesetzliche Frist: drei Jahre Zusagedauer und ein Mindestalter von 21 Jahren. Wer vorher geht, verliert diesen Teil. Beim Berufsunfähigkeitsbaustein kommen je nach Tarif Annahmerichtlinien und teilweise Wartezeiten dazu, die wir vor dem Start klären. Wechselt jemand innerhalb der Branche zu einem Betrieb am selben Werk, läuft der Vertrag ohne Unterbrechung weiter.
Wir sind ein Handwerksbetrieb in Waldrems ohne Verbandsmitgliedschaft. Müssen wir überhaupt etwas machen?
Ein Versorgungswerk müssen Sie ohne Tarifbindung nicht wählen. Den Anspruch auf Entgeltumwandlung nach Paragraf 1a BetrAVG und den Zuschuss von mindestens 15 Prozent können Sie aber nicht abwählen, und beides wird geprüft. Vorlegen sollten Sie die Versorgungsordnung, die Zusagen und Lohnkonten, aus denen hervorgeht, dass der Zuschuss in die Versorgung geflossen ist und nicht als Lohn. Fehlt der Nachweis, wird nachgefordert, und die Beschäftigten behalten den Anspruch. Prüfen Sie zuerst die Bezugnahmeklauseln in Ihren Arbeitsverträgen.
Unsere Leute wären mit der Murrbahn in gut vierzig Minuten in Stuttgart. Hilft ein Versorgungswerk beim Halten?
Es hilft, wenn Sie es sichtbar machen. Der Anschluss allein steht in keiner Stellenanzeige. Ein freiwilliger Zuschuss über die tarifliche Pflicht hinaus, üblich sind 25 bis 50 Euro je Kopf und Monat, ist in Euro nachrechenbar und kostet Sie nach Steuer- und Sozialabgabenersparnis weniger als eine Lohnerhöhung gleicher Höhe. Mehr bringen Beratungstermine im Betrieb, auch in Früh- und Spätschicht. Wer seinen Kontostand vor sich sieht, redet darüber in der Kantine.
Wir sind ein Backnanger Pflegedienst mit Schichtbetrieb und hoher Teilzeitquote. Was gehört in unsere Versorgungsordnung?
Sie beschreibt, wer teilnehmen kann, ab wann, welcher Zuschuss gilt und was bei Elternzeit, längerer Krankheit oder Austritt passiert. Bei hoher Teilzeitquote gehört hinein, wie anteilige Beiträge berechnet werden und ab welchem Mindestbetrag ein Vertrag startet. Wichtig ist die klare Trennung zwischen tariflicher Pflicht und freiwilliger Leistung, sonst wird aus der Zulage später ein Anspruch. Für Einrichtungen im Umfeld der Rems-Murr-Kliniken halten wir zusätzlich fest, wie Beschäftigte aus der Nachtschicht an die Beratung kommen.
Wir übernehmen einen Betrieb aus dem Murrtal mit Verträgen aus drei Jahrzehnten. Was passiert damit?
Zuerst sichten wir alles, auch die von Beschäftigten mitgebrachten Verträge früherer Arbeitgeber. Dann wird entschieden, was fortgeführt, beitragsfrei gestellt oder nach Paragraf 4 BetrAVG übertragen wird, soweit das rechtlich möglich ist. Neue Umwandlungen laufen einheitlich über das Werk, damit nicht drei Gesellschaften mit eigenen Fristen nebeneinander stehen. Wir prüfen dabei, ob der Zuschuss von 15 Prozent auch bei Altzusagen seit 2022 korrekt läuft. An diesem Punkt wird in der Praxis am häufigsten nachgefordert.
Beratung vor Ort

So läuft ein Termin in Backnang

Backnang betreuen wir vom Büro in der Weilerwiese in Schwäbisch Hall aus. Über die B14 durch das Murrtal sind es rund 35 Minuten, alternativ fährt die Murrbahn ohne Umsteigen. Für Gewerbe und Sachversicherung ist Oliver Hartmann zuständig, für Gesundheit und Vorsorge Dario Caeiro, für größere Firmenkunden Sebastian Hopf. Ein Termin dauert meist rund 90 Minuten und findet bei Ihnen zu Hause oder im Betrieb statt. Am häufigsten geht es hier um Elementarschutz in der Talsohle und um die Versicherungssumme für Altbauten im Gerberviertel.

Versorgungswerke in Backnang: reden wir darüber

Ein Termin, eine ehrliche Einschätzung, ein Vorschlag der passt. Über die B14 durch das Murrtal sind es vom Büro in der Weilerwiese rund 35 Minuten. Für Termine kommen wir nach Backnang, es fährt auch die Murrbahn direkt.

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