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Versorgungswerke in Vellberg
Wer in Vellberg nach Versorgungswerke sucht, will meistens keine Broschüre, sondern eine klare Auskunft: Was ist abgedeckt, was kostet es, und wer kümmert sich, wenn etwas passiert. Genau darauf richten wir das Gespräch aus.
Vellberg auf einen Blick
Die Betriebe im Gewerbegebiet zwischen Talheim und Großaltdorf haben selten mehr als fünfzig Beschäftigte und keine eigene Personalabteilung. Ein Versorgungswerk gibt ihnen eine fertige Ordnung mit festem Zuschuss und einem Tarif, sodass ein Neueintritt in wenigen Minuten erledigt ist. Wechselt jemand innerhalb des Gebiets den Arbeitgeber, läuft der Vertrag ohne neue Gesundheitsprüfung weiter. Das erspart im Jahr leicht rund 30 Stunden Verwaltung.
Worum es in Vellberg bei diesem Thema geht
Vellberg ist Wohn- und Pendlerstadt. Viele arbeiten in der Industrie, in der Finanzwirtschaft oder im Diak Klinikum in Schwäbisch Hall und haben dort Anwartschaften, oft mehrere aus verschiedenen Stationen, von denen regelmäßig eine vergessen wird. Bei einem mittleren Einkommen fehlen am Ende trotzdem häufig rund 700 Euro Monatsrente.
Wir rechnen das mit Ihren echten Zahlen und holen alte Anwartschaften mit dazu, bevor wir über einen neuen Vertrag sprechen. Am Ort selbst gibt es viele Selbstständige: Handwerker, Gastwirte, Vermieter von Ferienwohnungen, Landwirte in den Ortsteilen. Sie stehen in keinem Versorgungswerk, deshalb ist für sie die Absicherung der Arbeitskraft der wichtigste Vertrag, ergänzt um eine private Unfallversicherung, die auch bei Eigenleistung am alten Haus greift. Für Inhaber prüfen wir zusätzlich eine Versorgungszusage der eigenen GmbH.
Wenn Ihnen ein Termin bei sich lieber ist, kommen wir zu Ihnen. Vom Büro in der Weilerwiese sind es rund fünfzehn Minuten über die Landstraße durch das Bühlertal. Für Termine kommen wir gerne nach Vellberg oder nach Großaltdorf.
Vellberg, rund 4.700 Einwohner im Landkreis Schwäbisch Hall
Vellberg ist eine der besterhaltenen kleinen Städte in Hohenlohe. Der Ortskern liegt auf einem Sporn über der Bühler, umschlossen von einer noch weitgehend vollständigen Stadtmauer mit Türmen, Toren und einem Graben, in dem heute das Heimatmuseum untergebracht ist. Fachwerkhäuser stehen dicht an dicht, das Schloss über dem Tal gehört zum Bild. Rund 4.700 Menschen leben in der Stadt und ihren Ortsteilen, darunter Großaltdorf, Talheim, Eschenau, Kleinaltdorf, Lorenzenzimmern und die Stöckenburg mit ihrer alten Kirche. Vellberg ist staatlich anerkannter Erholungsort, das Weinbrunnenfest im Juli und der Christkindlesmarkt im Dezember ziehen Besucher von weit her an.
Wirtschaftlich ist Vellberg zweigeteilt. Der historische Kern lebt von Tourismus, Gastronomie, Handwerk und Dienstleistung, während sich das produzierende Gewerbe im Industrie- und Gewerbegebiet zwischen Talheim und Großaltdorf konzentriert, das inzwischen mit dem Bereich Talheim-Ost erweitert wurde. Dort sitzen Metallverarbeitung, Handwerksbetriebe, Baugewerbe und Zulieferer. Landwirtschaft ist in den Ortsteilen weiterhin präsent. Ein großer Teil der Berufstätigen pendelt nach Schwäbisch Hall in die großen Industrie- und Verwaltungsbetriebe, andere fahren über die A6 nach Crailsheim oder Ilshofen. Die weiterführende Schule besuchen die Kinder überwiegend im Schulverbund in Ilshofen, die Grundschule bleibt im Ort. Das Vereinsleben ist für die Größe der Stadt bemerkenswert dicht.
Diese vier Punkte beschreiben die allgemeine Risikolage in Vellberg, nicht nur das Thema dieser Seite.
Denkmalgeschützte Bausubstanz
In der Vellberger Altstadt gelten Auflagen zur historischen Wiederherstellung. Nach einem Brand oder Wasserschaden verlangt die Denkmalbehörde häufig originalgetreue Materialien und Handwerkstechniken. Allein ein originalgetreu ersetzter Dielenboden kostet rund 12.000 Euro, ein Dachstuhl in historischer Bauweise ein Vielfaches. Diese Mehrkosten müssen in der Gebäudeversicherung eingeschlossen sein, sonst bleibt eine erhebliche Lücke.
Brandüberschlag in der dichten Altstadt
Die Häuser im Ortskern stehen eng beieinander, teils mit gemeinsamen Wänden und Holzdachstühlen. Ein Feuer in einem Gebäude gefährdet sofort die Nachbarn, und bei Denkmalauflagen liegt ein übergreifender Schaden schnell bei rund 100.000 Euro. Für Eigentümer heißt das ausreichende Summen, und für die Haftpflicht die Frage, wer für übergreifende Schäden einsteht.
Hochwasser der Bühler
Die Bühler fließt unterhalb des Altstadtsporns durch das Tal. Nach Schneeschmelze und langem Regen steigt sie deutlich an und setzt Wiesen, Wege und tiefer liegende Gebäudeteile unter Wasser. Ein ausgeräumter und getrockneter Keller kostet rund 15.000 Euro. Für Grundstücke im Talgrund ist der Elementarbaustein deshalb unverzichtbar.
Landstraßen mit Wildwechsel
Die Verbindungen nach Schwäbisch Hall, Ilshofen und Frankenhardt führen an Waldrändern und über offene Feldflur. Rehwild quert regelmäßig, vor allem morgens, und ein Wildschaden kostet am Mittelklassewagen rund 3.500 Euro. Wer täglich pendelt, sollte eine Kaskodeckung haben, die Zusammenstöße mit Tieren aller Art einschließt, nicht nur mit Haarwild.
Die wichtigsten Versorgungswerke im Überblick
Welches Versorgungswerk für Sie zuständig ist, ergibt sich aus Ihrer Branche und dem geltenden Tarifvertrag, nicht aus dem, was üblicherweise passt. Wir prüfen das anhand Ihrer Verbandsmitgliedschaft, einer möglichen Allgemeinverbindlichkeit und der Bezugnahmeklauseln in Ihren Arbeitsverträgen. In der Region sind vor allem vier Werke relevant, weil sie die hier starken Branchen abdecken: Metall und Elektro, Gesundheitswesen, Medien und Chemie. Daneben gibt es weitere branchenbezogene Lösungen, etwa im Baugewerbe und im öffentlichen Dienst, die eigenen Regeln folgen und die wir bei Bedarf mit prüfen.
Das ist abgesichert
- MetallRente als Versorgungswerk der Tarifpartner der Metall- und Elektroindustrie, offen auch für Stahl, Textil und Bekleidung, Holz und Kunststoff sowie die ITK-Branche
- MetallRente mit drei Durchführungswegen: Direktversicherung, Pensionsfonds und Unterstützungskasse, jeweils mit wählbarem Garantieniveau
- Altersvorsorgewirksame Leistungen, in vielen Tarifgebieten 26,59 Euro im Monat für Vollzeitbeschäftigte, die statt in einen Sparvertrag in die Versorgung fließen können
- KlinikRente für Kliniken, Pflegeeinrichtungen, Rehabilitation und weitere Betriebe der Gesundheits- und Sozialwirtschaft
- Presseversorgung für Verlage, Redaktionen, Journalistinnen und Journalisten sowie angrenzende Medienbetriebe
- Tarifliche Altersvorsorge der chemischen Industrie über den Verbandsrahmenvertrag, umgesetzt als Direktversicherung
- Demografiebetrag von 750 Euro im Jahr je Vollzeitbeschäftigtem nach dem Tarifvertrag Lebensarbeitszeit und Demografie, verwendbar unter anderem für die Altersvorsorge
- Entgeltumwandlung nach Paragraf 1a BetrAVG innerhalb der tariflich vorgesehenen Wege
- Arbeitgeberzuschuss von mindestens 15 Prozent, soweit der Tarifvertrag nicht ohnehin mehr vorsieht
- Berufsunfähigkeitsschutz und Hinterbliebenenleistungen als wählbare Bausteine der meisten Werke
- Verwaltung über zentrale Portale mit einheitlichen Meldewegen für Eintritt, Austritt, Elternzeit und Krankheit
Das ist nicht abgesichert
- Ein Versorgungswerk ersetzt keine Versorgungsordnung, die Regeln für Ihren Betrieb müssen trotzdem schriftlich stehen
- Freiwillige Zusatzzusagen über den Tarif hinaus sind nicht automatisch Teil des Werks und brauchen eine eigene, klar getrennte Grundlage
- Die Einstandspflicht des Arbeitgebers nach Paragraf 1 Absatz 1 Satz 3 BetrAVG entfällt auch beim Anschluss an ein Werk nicht
- Die Versorgung der Geschäftsführung und außertariflicher Angestellter läuft in der Regel nicht über das tarifliche Werk
- Beiträge oberhalb der steuerlich geförderten Grenzen von 8.112 Euro im Jahr sind auch im Versorgungswerk nicht steuerfrei
- Nicht jede Branche hat ein Versorgungswerk, ohne Tarifbindung gelten die allgemeinen Regeln des Betriebsrentengesetzes
- Ein tarifliches Versorgungswerk hat nichts mit einem berufsständischen Versorgungswerk für Ärzte oder Architekten zu tun, das ist eine andere Einrichtung
Wege in ein Versorgungswerk
Je nach Tarifbindung und Ausgangslage sieht die Umsetzung unterschiedlich aus. Diese drei Modelle beschreiben, was in der Region am häufigsten vorkommt.
Tarifliche Pflichtumsetzung
Für Betriebe mit klarer Tarifbindung, die den Rahmen sauber erfüllen wollen
- Prüfung des geltenden Tarifvertrags und der daraus folgenden Pflichten, auch bei Nachwirkung
- Anschluss an das zuständige Versorgungswerk der Branche
- Tarifliche Arbeitgeberbeiträge korrekt in der Lohnabrechnung abgebildet und in die Versorgung eingesteuert
- Entgeltumwandlung über den tariflich vorgesehenen Durchführungsweg
- Meldewege für Eintritt, Austritt, Elternzeit und Krankheit im Personalbüro eingerichtet
- Dokumentation für Betriebsrat und Betriebsprüfung
Werk plus Arbeitgeberbaustein
Für tarifgebundene Betriebe, die sich im Wettbewerb um Fachkräfte abheben wollen
- Tarifliche Grundversorgung über das Versorgungswerk der Branche
- Freiwilliger Arbeitgeberbeitrag über die tarifliche Pflicht hinaus, üblich sind 25 bis 50 Euro je Kopf und Monat
- Matching-Modell: Der Betrieb erhöht den Zuschuss, wenn der Mitarbeitende selbst umwandelt
- Einschluss von Berufsunfähigkeit und Hinterbliebenenschutz
- Beratungstermine für die Belegschaft im Betrieb, auch in Früh-, Spät- und Nachtschicht
- Versorgungsordnung, die tarifliche Pflicht und freiwillige Leistung sauber trennt
- Jährlicher Bestandscheck vor der nächsten Prüfung
Bestandsübernahme
Für Betriebe mit gewachsenem Vertragsbestand aus mehreren Jahrzehnten
- Sichtung aller bestehenden Verträge und Zusagen im Betrieb, auch der mitgebrachten
- Klärung, welche Verträge fortgeführt, beitragsfrei gestellt oder übertragen werden
- Neue Umwandlungen einheitlich über das Versorgungswerk
- Prüfung, ob der Zuschuss von 15 Prozent auch bei Altzusagen seit 2022 korrekt läuft
- Übertragung von Anwartschaften nach Paragraf 4 BetrAVG, wo das rechtlich möglich ist
- Ein Ansprechpartner statt mehrerer Gesellschaften mit eigenen Fristen
Welche Bausteine in Vellberg sinnvoll sind, klären wir im Gespräch. Maßgeblich sind die jeweiligen Versicherungsbedingungen.
Aus der Praxis
Drei Beispiele aus tarifgebundenen Betrieben zwischen Schwäbisch Hall, Crailsheim und dem Ostalbkreis.
Tariflicher Beitrag nicht eingesteuert
Ein Zulieferbetrieb aus der Metall- und Elektroindustrie bei Satteldorf hatte den tariflichen Arbeitgeberbeitrag jahrelang gezahlt, ihn aber als normalen Lohnbestandteil laufen lassen, statt ihn in die Versorgung zu geben. Bei einer Prüfung wurde das beanstandet. Ohne Korrektur wäre die Forderung mit jedem Jahr weiter gewachsen, und die Ansprüche der Beschäftigten wären zusätzlich tarifrechtlich durchsetzbar geblieben. Wir haben den Anschluss hergestellt, die Beiträge zugeordnet und die Lohnbuchhaltung umgestellt.
circa 26.000 Euro nachzusteuernde BeiträgeWechsel innerhalb der Branche
Ein Instandhalter wechselte von einem Maschinenbauer in Ilshofen zu einem Betrieb in Aalen, beide tarifgebunden und beide an dasselbe Versorgungswerk angeschlossen. Die Versorgung lief ohne Unterbrechung weiter, ein neuer Vertrag war nicht nötig. Bei unterschiedlichen Anbietern wäre der alte Vertrag mit hoher Wahrscheinlichkeit beitragsfrei liegen geblieben, mit entsprechend geringerer Rente. Für die Personalabteilung beim neuen Arbeitgeber blieb es bei einer Meldung.
circa 19.000 Euro fortgeführte AnwartschaftPflegeeinrichtung mit hoher Teilzeitquote
Ein Pflegeanbieter aus Crailsheim mit überwiegend Teilzeitkräften hatte eine Teilnahmequote von unter 15 Prozent bei der Entgeltumwandlung. Nach dem Anschluss an das Versorgungswerk der Branche und Beratungsterminen in Früh-, Spät- und Nachtschicht stieg die Beteiligung deutlich. Ausschlaggebend war für viele, dass die Kosten niedrig sind und schon 45 Euro im Monat über dreißig Jahre einen spürbaren Unterschied machen.
rund 45 Euro monatlicher DurchschnittsbeitragWas wir in Vellberg sonst noch absichern
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So läuft ein Termin in Vellberg
Vom Büro in der Weilerwiese 3 in Schwäbisch Hall sind es rund fünfzehn Minuten über die Landstraße durch das Bühlertal, nach Großaltdorf und Talheim etwa gleich lang. Für die Sachversicherung ist Oliver Hartmann zuständig, für Gesundheit und Vorsorge Dario Caeiro, für Firmenkunden Sebastian Hopf. In Vellberg geht es fast immer um zwei Dinge: die richtige Summe bei denkmalgeschützten Gebäuden und den Elementarschutz im Bühlertal. Beides sehen wir uns am Gebäude selbst an, Termine auch abends.
Versorgungswerke in Vellberg: reden wir darüber
Ein Termin, eine ehrliche Einschätzung, ein Vorschlag der passt. Vom Büro in der Weilerwiese sind es rund fünfzehn Minuten über die Landstraße durch das Bühlertal. Für Termine kommen wir gerne nach Vellberg oder nach Großaltdorf.
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